Die Ukraine - auch Minsk II bringt keinen Frieden

12. Februar 2015: Nach nächtlichen Verhandlungen einigen sich die
Konfliktparteien auf ein Waffenstillstandsabkommen.

18. Februar: Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko schlägt eine
internationale Friedensmission im Donbass vor. Prorussische
Separatisten hatten ungeachtet der Friedensgespräche weite Teile der
Stadt Debalzewo eingenommen.

25. Juni: Die OSZE zieht eine düstere Bilanz der jüngsten Kämpfe in
der Ostukraine. Viele Tote und Verletzte würden registriert.

26. Juni: Erstmals seit Februar beraten US-Präsident Barack Obama und
Kremlchef Wladimir Putin über den Ukraine-Konflikt. Obama fordert
Putin zum Abzug russischer Truppen und Waffen aus dem Kampfgebiet
auf. Russland behauptet, weder Militär noch Technik dort zu haben.

16. Juli: Auf Druck des Westens fügt Petro Poroschenko in den Text
der neuen ukrainischen Verfassung einen Passus ein, der dem russisch
geprägten Konfliktgebiet Donbass künftig Sonderrechte zubilligt.

21. Juli: Die Konfliktparteien verständigen sich grundsätzlich auf
den Abzug schwerer Waffen. Im Donbass geht der Beschuss mit schwerem
Kriegsgerät zunächst allerdings weiter.

22. Juli: Poroschenko stimmt einer 30 Kilometer breiten
entmilitarisierten Zone im Donbass zu. Diese ist aber bis heute nicht
umgesetzt.

28. Juli: Bei einer Explosion im Kriegsgebiet wird ein Beobachter der
Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa verletzt.

29. Juli: Russland blockiert die Einsetzung eines unabhängigen
UN-Tribunals zum Abschuss einer malaysischen Passagiermaschine vor
einem Jahr über der Ukraine. Die Vetomacht verlangt, dass die
Tragödie zunächst aufgeklärt werden müsse.

12. August: Nach neuer blutiger Gewalt in der Ostukraine werfen sich
die Konfliktparteien gegenseitig massive Verstöße gegen das
Friedensabkommen vor.

25. August: Ein Treffen von Kanzlerin Angela Merkel, Frankreichs
Präsident François Hollande und Poroschenko soll dem Friedensprozess
neue Impulse geben. Russland kritisiert solche Gespräche in
Abwesenheit von Kremlchef Putin.

dpa