Man erinnert sich, dass der Don vor Jahr und Tag antrat, den Sumpf in Washington trockenzulegen. Jetzt steckt er nicht nur selbst drin, sondern bemüht sich nach Kräften, ihn zu erweitern. Tempora mutantor (die Zeiten ändern sich).
Von Helmut Roewer
1. September 2026
Im Wahlprogramm der AfD in Anhalt lese ich die Forderung nach einer Amnestie für die CoronaVerurteilten. Das zeigt in die richtige Richtung, doch man vergebe mir die Nörgelei: Amnestie wird benutzt, um die zu recht Gemaßregelten aus der Verfolgung zu befreien, weil deren Notwendigkeit sich erledigt hat. Hier jedoch geht es darum, das Justiz-Unrecht der Merkel-Diktatur aufzuheben. Es geht bei Lichte betrachtet um Wiedergutmachung. Ich weiß schon, jetzt werden Hunderte von Juristen, die sich mit der Exekutierung von offensichtlichem Unrecht besudelt haben, die Backen aufblasen und empört „Wo bleibt denn da der Rechtsstaat ?“ in die Manege rufen.
Wahlen (2): Fritz der Kanzler wird gestern in Kühlungsborn mit Marjes und Pfiffen empfangen und muss das Mengenbad abbrechen. Fazit: Er kann es nicht. Nicht mal das, nachdem er sich vorgestern ruppig an einer unzufriedenen Kinderärztin abgearbeitet hatte. Auf seine Beliebtheitswerte gebe ich nicht viel. Mir genügt es hinzuhören. Ich kann mich nicht erinnern, in den letzten 20 Jahren über jemanden soviel Witze und Schmähworte gehört zu haben.
Wahlen (3): Mainstream versucht tagtäglich, den Leuten das AfD-Wählen auszureden, weil es ohnedies keinen Zweck habe. Kein Mensch kann sagen, in welche Richtung diese Art der Propaganda wirken wird.
Partnerwahl: Zum G-20 der Finanzminister ist diesmal vom Gastgeber USA auch der Russe wieder geladen. Hatte der US-Finanzjongleur Bessent nicht in der vergangenen Woche den Nichtunterstützerstaaten den Dollar-Tod angekündigt? Ich nehme an, seine Leute haben heimlich nachgerechnet, was das für die USA bedeutet.
2. September 2026
Der gestrige Anschlag auf das Kraftwerk von Jänschwalde in Brandenburg führte zu überschaubaren Schäden. Es sieht so aus, als seien Feuerwerkskörper verwendet worden. Schon wieder der Russe? Wohl kaum. Hier sind Leute am Werke, die den Absturz des Landes auch ganz ohne denselben bewerkstelligen wollen. Also gilt für die Polizei, wie schon mehrfach in Berlin und anderswo eingeübt: Go slow.
Anschlag (2): Nun ist es also seit gestern Abend offiziell. Die Drohne von Leipzig soll vom Russen stammen. Der benutze für seine Aktionen bekanntlich stets zweitrangiges Personal („Low-LevelAgenten“). Na toll, das war mir seinerzeit, als wir den Kalten Krieg noch hatten, gar nicht aufgefallen. Aber es kommt noch besser: Zum Schutz vor weiterem russischen Tun wird deren Konsulat in Bonn geschlossen und das Haus der Kultur in der Berliner Friedrichstraße.
Anschlag (3): So ist das Gehampel um die Leipziger Drohne ein solcher Anschlag auf den gesunden Menschenverstand. Es ist in diesem Zusammenhang völlig überflüssig, das Geschehen mit dem deutschen Außenzwerg zu illustrieren. Mainstream jedoch gönnt uns dieses Vergnügen.
Über Intelligenz zu sprechen, ist das Böse an sich, denn es ist stets ein Kratzen an den Unterschieden, die es nach der Gleichheits-Lehre nicht geben darf. Bei Science Files finde ich gestern einen Aufsatz, der sich mit den manifesten Unterschieden der diversen Ausländergruppen, die in Deutschland siedeln, befasst. Das Ergebnis ist bezeichnend. Die Perser sind mit Abstand die Intelligentesten und übertrumpfen lässig den deutschen Michel. Auch die Russen, Leute, die Russen. Nicht hingegen die viel gepriesenen Ukrainer. Wie es zum Unterschied zwischen den beiden Letztgenannten kommt, das wüsste ich gern mal. Werde den Intelligenz-Forscher Volkmar Weiss fragen müssen. –Die Chinesen und die Südkoreaner als die Intelligentesten sind lediglich zu Vergleichszwecken in die Tabelle aufgenommen worden.
Pentagon: Während das US-Kriegsministerium mitteilt, dass nunmehr erneut in Nahost zurückgeschossen werde, kommen aus dem Bauch der Behörde seltsame Gerüchte. Diese handeln von offenem Widerspruch gegen den Kriegsminister und seinen Präsidenten. Falls das nur vage stimmt, was man da zu hören kriegt, dann riecht das nach Rebellion. Angeblich weigert sich die Spitzen-Generalität, die Kriege wg. mangelhaftem Ausrüstungs- und miesem Personalstand weiter zu betreiben.
Pentagon (2): Nun denn, zu Luftschlägen gegen angebliche Raketenstellungen des Iran reichte es gestern am späten Abend immer noch. Zumindest nach der westlichen Nachrichtenlage. Der Film, den US Centcom veröffentlicht hat, kann dieses oder jenes bedeuten. Ich weiß es nicht. Man darf auf die persische Antwort gespannt sein. Eine amerikanische Basis in Jordanien scheint vorgestern Nacht schwer getroffen worden zu sein. Alle Raketen abgefangen? Die Luftbilder lassen Zweifel aufkommen.
3. September 2026
Der kleine Mann aus Kiew kündigt an, den russischen Flugverkehr zu unterbinden. Das ist zweierlei: Eine wüste Drohung und eine Bankrotterklärung bezüglich der berühmten, im Westen ausgiebig gefeierten Drohnenoffensive in die Tiefe Russlands hinein.
Ostfront (2): Auguren merken an, hiervor die Russen zu warnen und zum Einlenken zu bewegen, sei der Sinn des Kurzbesuchs von CIA-Radcliff in Moskau gewesen. Andere sagen, er wollte den Russen mitteilen, dass deren Personalverluste in DC sehr wohl bekannt seien. Beide Varianten leuchten mir nicht ein. Wahrscheinlicher ist das Abholen von getöteten Kumpels, deren Reste zur Mitnahme bereit standen (Ich habe vor Tagen von den einschlägigen Speznaz Kommando-Unternehmen im Raum Odessa berichtet). Das würde die Anreise der Amerikaner in diesem fliegenden Möbelwagen erklären.
Ostfront (3): Für aufschlussreicher halte ich Meldungen über die Inbetriebnahme von russischen Weltraumwaffen (Wolna Kupol Garant), die in der Lage sein sollen, das den Ukraine-Krieg wesentlich beeinflussende Starlink-System stillzulegen. Stimmt dies, wird wohl Elon das Wunderkind bald seine Bilanzen korrigieren müssen.
Ostfront (4): Die Presse posaunt, dass zwei Russen, die Täter von Leipzig seien. Soso. Wird Zeit, dass das Russische Brot in den Läden verboten wird. Stattdessen werden mehrere weitere Anschläge auf die deutsche Strom-Infrastruktur gemeldet. Alles Russen? Ich würde mal bei der Gruppe Vulkan in Berlin oder bei den einschlägigen Untertauchern in Kiew nachfragen.
Nahost: Es ist ausgeschlossen, aus dem derzeitigen Meldungssalat verlässliche Schlüsse über Krieg und Frieden zu ziehen. Klar ist nur, dass zwischen den drei Kriegsparteien nicht direkt verhandelt wird. Beide Seiten melden Verluste durch Raketenbeschuss. Ich frage mich, ob ich ernsthaft festhalten soll, dass der Don gestern vorschlug, die Straße von Hormus nach ihm umzubenennen. Ich plädiere für Don's Drive.
Heimatfront: Dass bei den anstehenden Wahlen die Russland-Sache zur nationalen Frage hochgeschaukelt wird, soll die Leute vom Wählen der AfD – das sind die, die den Russen ins Land lassen wollen – abhalten. Es hört sich wie Auf-zum-letzten-Gefecht an. Ob's was hilft oder das Gegenteil bewirkt, das weiß kein Mensch. Immerhin lockt es a) Spötter auf den Plan… b) … auch solche, die im Moment durch Meckpomm touren (Dank an A.):
4. September 2026
Wg. Ceuta: Während vor Ort die Lage außer Kontrolle gerät, finden im Mutterland Spanien Massenproteste gegen die Regierung des Sozialisten Pedro Sanchez statt. Die fordern Rücktritt und Neuwahlen. Bei allem Erstaunen: Ich denke, er wird den Teufel tun.
Außer Kontrolle: Im Sachsen-Anhaltinischen Dessau hat eine demente 95jährige per Brief gewählt. Jetzt spricht man vom Einzelfall. Das stimmt, die anderen kennt man (noch) nicht.
5. September 2026
Hier im Ländchen fliegt das BSW (Bündnis für sozialistische Wink-Elemente) mit großem Radau auseinander, termingerecht um zu beweisen, dass es in S.-A. bei der dortigen Wahl am Wochenende nicht gebraucht wird. Damit ist das Lied der schönen Frau gesungen. Alles, was sie jetzt noch anzumerken weiß, mag politisch bedeutsam sein, aber es ist praktisch irrelevant. Ob sie das auch schon weiß?
Irrelevant (2): Fürs jetzige Wochenende sind die Herren Witkoff und Kushner in Kiew und Moskau angesagt. Angeblich überbringen sie wichtige Vorschläge vom Don. Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man in Moskau brennend darauf wartet. Die Bilder aus Kiew sprechen für sich. Schießereien zwischen den beiden Geheimdiensten SBU und GUR lassen den Schluss zu, dass Machtkämpfe auf Leben und Tod im Gange sind. Videoschnipsel zeigen, dass sich die Antagonisten auf offener Straße gegenseitig umlegen.
Irrelevant (3): Meldungen von Mainstream, dass der Russe die Strom-Sabotagen in D verantwortet, harmonieren nicht so recht mit den aufgetauchten Tatbekennungen. Jetzt sucht man einen Mann aus Gevelsberg, was, wenn ich mich an die Heimatkunde in der Volksschule erinnere, nicht hinter dem Ural, sondern an der Grenze von Wuppertal liegt. – Es bleibt bei meiner Ursprungsvermutung: Hier sind gewalttätige Klima-Irre am Werke, die in eine Zwangsjacke gehören.
8. September 2026
Die Ziele werden bescheidener. Unseredemokratie darf sich erleichtert zurücklehnen. Zwar ist nicht der Erhalt der Volksfront gelungen, aber es wurde immerhin der Durchmarsch der AfD in SachsenAnhalt verhindert. Die einschlägigen Sieger heißen Briefwahl und Campact – zwei obskure
Organisationselemente, die unter Ausschluss der Augen der Öffentlichkeit ihr heilbringendes Wirken entfalten konnten. Glückwunsch also.
Sieger (2) sind auch – entgegen meiner Vermutung von letzter Woche – die Genossen vom Bündnis für sozialistische Wink-Elemente (BSW), die einen Aufstieg aus dem Nichts schafften und nunmehr durch ihre idealistische Sprüche-Bildung die praktische Politik verhindern werden, denn sie wollen erst mal einen Ministerpräsidenten bestimmen, der deutlich über den Wolken schwebt. Das mag eine gute Idee sein, aber – gemessen an den derzeitigen Regularien, falls diese denn eingehalten werden sollten – keine realistische Variante. Sie werden bald bemerken, dass unter diesen Bedingungen niemand mit ihnen spielen wird, womit sie erreichen werden, was sie zu verhindern suchen: die Vermatschung klaren politischer Zielsetzungen, deren Durchsetzung unser Land bitternotwendig benötigt.
Sieger (3): Bei der gewohnheitswidrigen Betrachtung von Fernsehbildern am Wahlabend ist für mich unbestritten CDU-Mann Amthor die Nummer eins. So etwas komisches sah ich schon lange nicht mehr. Der schlägt noch Frau Bas und die Fransenpony-Frau der Linken um Längen. Ich frage mich, wo um alles in der Welt die Erfinder der Seamstraße seinerzeit ihre Helden herhatten, denn diese Heutigen können sie nicht gekannt haben, haben sie aber punktgenau vorweggenommen.
Nachdenken am Vormittag nach dem Durchforsten von Nachrichten aus der dreitägigen persönlichen Abschalt-Erholung. Neben den notwendigen Anmerkungen zur taumelnden CDU sind es vor allem die Ereignisse von den beiden Kriegsschauplätzen.
Ostfront: Der Besuch der beiden Grundstücksmakler aus der Trump'schen Traumwelt in Moskau und Kiew hinterlässt den üblichen Nachrichtensalat. Ich übersetze mal: In Moskau hat man ihre Vorschläge angehört und den seit Jahr und Tag bekannten eigenen Standpunkt wiederholt, der in die Phase der Realisierung gerät. In Kiew spricht man über Satz und Sieg und kann dies nur deswegen in Ruhe tun, weil Moskau für drei Tage erklärtermaßen seine Angriffe eingestellt hatte. Heute Nacht begannen sie wieder von Neuem.
Nahost: Der Raketenbeschuss hin und her ist wieder, wenn auch auf niederer Stufe, im Gange. Die US Navy tauscht mit einiger Mühe ihre Flugzeugträger-Gruppen aus. Die veröffentlichten Bilder zeigen Schiffe, die mehr als mitgenommen aussehen. Der Laie nimmt erstaunt zur Kenntnis, dass 500 Tage auf See kein Pappenstiel sind. Erneut wurden tatsächliche oder vermeindliche Ziele entlang der persischen Seite der Straße von Hormus angegriffen. Erneut erfolgte der Beschuss der US-Basen in Jordanien. Die veröffentlichten Abwehrmeldungen harmonieren nicht mit den raren Luftbildern, die man zu sehen kriegt. Die Straße von Homus wird von maximal 10 Schiffen pro Tag passiert. Das sind 10 Prozent der Vorkriegsbewegungen. Auch geht der Beschuss von Saudi Arabien durch die JemenHuthis weiter.
Heimatfront: Vor unsern Augen spielt sich die Demontage der CDU ab. Der Kanzler kanzelt öffentlich den designierten Nachfolger für den Handtuch-werfenden Schulze aus Magdeburg ab, denn der hatte zum Besten gegeben, man müsse die Realität des Wahlergebnisses anerkennen. In den alternativen Medien kämpfen die 80er-Jahre-Nostalgiker für eine Renovierung der CDU in ihrem Traum-Sinne. Sie werden nichts erreichen. Der Zug zur Vernunft ist lange schon abgefahren.
Heimatfront (2): Die Ergebnisse für die AfD sind für die Rückwärtsgewandten schockierend. Die Partei wurde Volkspartei und hat selbst die jungen und jüngsten Wähler in ihrer Masse erreicht.
Widerstand kommt nur noch von Ü 70. Vor allem der Erfolg bei den Männern von 35 bis 50 sollte zu denken geben. In dieser Gruppe wird der Wohlstand erarbeitet. Okay, dann sind da auch noch die gleichaltrigen Frauen. Die fanden wenigstens den Kandidaten süß. Na, immerhin.
9. September 2026
Die Zahlen aus der Brief-und Urnenwahl in S.-A. belegen: Da war die Hand Gottes im Spiel. Ähnlich schräg sind die Kommentare (einschließlich derjenigen aus Amerika). Selbst der Chef bei Tichys Einblick hat die Faxen dicke: Er fordert gestern in einem Kommentar die CDU auf, sich selbst aufzulösen. Das ist neu. Ich habe gestaunt.
Hilfloses Rudern (2): CDU-Wüst aus NW, der Hinter-der-Hand- und Möchtegern-Nachfolger auf dem Kanzler-Thron will jetzt das Parteiverbot der gefährlichen Konkurrenz per Länderbeschluss. Söder indes will sich an der 16-Länder-Arbeitsgruppe nicht beteiligen. Glaubt er ernsthaft, sich auf diese Weise aus dem christdemokratischen Strudel raushalten zu können? Zweifel dürften erlaubt sein.
Hilfloses Rudern (3): Das große und gute Amerika ist heute Nacht dazu übergegangen, persische Tanker im Golf zu versenken. Prompt sprang der Ölpreis nach oben. Wir sollten uns für den Zusammenhang zwischen Angriffsbefehl und dem einschlägigen Wetten-Geschäft interessieren. Doch ich bin sicher, dass die Großweisen der Wirtschafts-Journaille dieses Thema sorgsam aussparen werden.
Hilfloses Rudern (4): Nach dem Ausfall von Entsalzungsanlagen in Israel schwurbeln die Auguren um die Ursachen herum (Niemand wagt, die Perser zu beschuldigen, stattdessen verschanzt man sich hinter technischen Problemen Gleichzeitig bei 4/5 der Anlagen?). Klar ist nur, ohne Trinkwasser ist dortzulande alsbald die Messe gelesen. Indessen verbieten etliche europäische Staaten AgrarEinfuhren aus dem Westjordanland wg. der Terrorangriffe der sog. jüdischen Siedler auf die dortige
Bevölkerung. Die israelische Führung reagiert mit der Ausweisung von Diplomaten. Nur D und die USA halten dem Existenzrecht Israels die Stange. Doch man vertue sich nicht: Hinter den markigen Worten von Benjamin N. („die größte Streitmacht im Orient“) lugt die nackte Angst hervor.
10. September 2026
Die persische Antwort auf den vorgestrigen US-Angriff in der Straße von Hormus hatte es in sich: Zwei US-Zerstörer mit Raketen beschossen und vermutlich beschädigt sowie drei Raketensalven auf die US-Basen in Jordanien, die Verwüstungen angerichtet haben sollen. Unbestätigte Berichte sprechen davon, dass ab der zweiten Welle keine Gegenwehr mehr erfolgte. Falls das stimmt, ist auch auf diesem Kriegsschauplatz der Kiew-Effekt eingetreten: die Patriots (Raketenabwehr-Raketen) sind verbraucht. Ich stelle das ohne Freude fest, denn jetzt rückt der Augenblick näher, wo der ExAngreifer zur Atom-Waffe greifen könnte, um vermeintlich das Blatt zu wenden.
Kriegsmeldungen (2): Während der Wertewesten versucht, Millimeter um Millimeter seine jahrelang andauernden Sieges-Lügenmeldungen zu korrigieren, sind diese vier einflussreichen Kommentatoren (Mearsheimer, Napolitano, Crooke, Johnson) auf Einladung des russischen Außenminister in Moskau zu Gast gewesen. Man stelle sich mal vor, vier Deutsche würden einen solchen Trip unternehmen. Auf sie würde ein Wiedereinreiseverbot der EU warten. Aber keine Angst, niemand lädt noch irgend welche Landsleute nach Moskau ein.
Kriegsmeldungen (3): Die Auguren murmeln, dass die Waren-Boykotts der britischen Regierung gegen Israel mit vorheriger Billigung des Weißen Hauses erfolgt seien. Da wird man zweifeln dürfen. Ein Zyniker könnte indessen auf den Gedanken kommen, dass der Don einen Augenblick benutzt habe, als seine beiden zionistischen Strategen Kushner und Witkoff in Ost-Europa waren (Vorsicht: Verschwörungstheorie).
Kriegsmeldungen (4): Was die israelische Zeitung Haaretz gestern meldet, könnte der Sargnagel von Benjamin N.s Herrschaft sein: Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten Israels Regierung Anfang Oktober 2023 vor dem Angriff der Hamas gewarnt. Dann bleibt zwar der Überfall vom 7. Oktober ein Überfall, aber der bislang tonangebende Zusatz "überraschend" klappt in sich zusammen. Ich füge hinzu: In Israel ist Wahlkampf.
11. September 2026
Alte Rechnungen: Mainstream müht sich gerade, A.M. aus der Versenkung zu holen, um sie gegen Fritz den Kanzler in Stellung zu bringen. Die lässt sich nicht lange bitten. Sie war mir schon immer durch ihre Rachsucht aufgefallen. Jetzt ist ihr Moment gekommen, dem strauchelnden Fritz den letzten Schubs zu geben, der gerade dabei ist, die CDU zu zerlegen – in Meckpomm schrappen die Christen inzwischen an der 5-Prozent-Hürde. Das kann Mainstream nicht recht sein, denn er treibt die Wähler auf diese Weise in kaum noch zu beherrschenden Scharen der AfD zu. Jetzt also wird A.M. in Stellung gerollt. Warum nur erinnert mich die Dame so fatal an ein Spreewalder Gurkenfass? Doch im Unterschied zu diesem ist ihr Inhalt ungenießbar. Mir graust vor ihrer Reaktivierung, auf welchem Posten auch immer.
Alte Rechnungen (2): Im Jemen nähert sich der Krieg einem für den Wertewesten riskanten Höhepunkt. Die seit Jahrzehnten angeblich aufständischen Huthis haben soeben die Hafenstadt Mokka eingenommen. Die Sperre des südlichen Ausgangs vom Roten Meer rückt in Reichweite des Realen.
Alte Rechnungen (3): Colonel Larry Wilkerson, zu Beginn des Irakkrieges 2002/03 Stabschef des USAußenministers (und vormaligen militärischen Stabschefs) Colin Powell, analysiert kalten Herzens die strategische Lage der USA in beiden jetzigen Kriegen (Ukraine und Nahost). Sein Ergebnis: Pipelines und Eisenbahnen in Eurasien lassen die US-Seemacht ins Leere laufen. Ihr letzter wirksamer Störfaktor sei Israel, das vor lauter selbstgefälliger Protzerei kaum gehen könne. Wilkinsons für so manch einen sicherlich verstörende Schlussfolgerung: Der Staat müsse da weg, damit die Region endlich Frieden finde. – Ich teile die letztgenannte Folgerung nicht, vielmehr sorgt die Existenz Israels derzeit dafür, dass die Machthaber in Nahost ihre uralten Fehden zugunsten des gemeinsamen Feindes auf Eis legen. Was nach einer möglichen Zerstörung von Israel kommen würde, das steht in den Sternen.
Alte Rechnungen (4): Apropos Israel, es geistern heute Nacht zwei Nachrichten durchs Netz, deren Wahrheitsgehalt ich nicht beurteilen kann: a) Die Zerstörung des unterirdischen HisbollahHauptquartiers im Südlibanon zum Wochenbeginn sei durch eine thermonukleare Sprengladung erfolgt. Das durch die Sprengung ausgelöste Erdbeben von über 4 auf der Richterskala sei sonst nicht möglich gewesen. b) Der Ausfall einer Reihe von Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen in Israel sei eine Folge der Vergiftung des Grundwassers in Gaza durch Leichen und giftige Munitionsrückstände. – Ein Zyniker würde jetzt vermutlich sagen: Sowas kommt von sowas.
12. September 2026
Die Lage im Nahostkrieg bleibt verworren. Wie die USA ihrem Ziel näher kommen wollen, die Straße von Hormus zu öffnen, wenn sie an Ort und Stelle persische Tanker versenken, das mag ihr strategisches Geheimnis bleiben. Nicht ohne Frohsinn las ich die jüngste Einlassung von US Centkom, ihre Flotteneinheiten im Golf seien völlig unprovoziert angegriffen worden. Ein wunderbares Beispiel von der Verdrehung der Tatsachen und nur dann stringent, wenn man zugrunde legt, dass es das gute Recht des großen Amerika sei, alles, was sich ihm in den Weg stellt, mit Gewalt zu beseitigen (gilt übrigens auch für Kinder und Hochzeitsgesellschaften an der persischen Küste). Wie dem auch sei, die Helden aus dem Golfkrieg sahen sich genötigt, zur Küste wieder auf Abstand zu gehen. Ja, Jungs, Krieg ist gefährlich, zumal wenn der Gegner sich wehrt, ohne groß nachzufragen. – Bleibt für mich die nicht zu beantwortende Frage: Wollten die Perser den Flugzeugträger, über den ihre neue Antischiffs-Rakete in Sichtweite hinwegflog, nicht treffen, oder konnten sie es nicht?
Nahost (2): Die Siegesmeldungen in der Westpresse heben darauf ab, dass der Iran gewaltige Schäden zu verkraften habe, sein Ölexport zusammengebrochen sei und das Land von galoppierender Inflation heimgesucht werde. Ich halte es hingegen für entscheidend, wie der Einfluss auf die Kampfmoral ist. Bislang ist nicht zu erkennen, dass diese zusammengebrochen ist. – Mit der Kampfmoral der US-Boys soll es hingegen hapern. Kann man verstehen, denn es lag außerhalb ihrer seit über 50 Jahren antrainierten Vorstellungswelt, dass ein Gegner sich mit adäquaten Mitteln gegen die verübte Gewalt zur Wehr setzt.
Nahost (3): Die Saudis haben ihre Ost-West-Pipeline heute Nacht stillgelegt. Richtig müsste die Meldung lauten: sie wurde durch Kriegseinwirkung an entscheidenden Stellen zerstört. Hierzu gibt es zwei nicht zusammenpassende Meldungen: a) die Huthis waren es, b) der Schüsse kamen aus dem Irak (!). Wie dem auch sei, durch diese Maßnahme wurde ein Umgehungsweg für die gesperrte Straße von Hormus gewaltsam beseitigt.
Nahost (4): Es bleibt dabei, alles dreht sich ums Öl. Der Verband der Tankerflotten sorgt sich ums Geschäft. Er spricht hysterisch von einer wachsenden Schattenflotte. Die setzt sich aus Schiffen von Reedern zusammen, die für die Boykott-Staaten wie Russland, Iran und China transportieren und auf das Versicherungs-Kartell von Lloyds in London pfeifen. Da bricht Schiff um Schiff der allerletzte Pfeiler von Englands einstiger Weltmacht-Position zusammen. – In den USA steigt derweil der Dieselpreis auf über 6 $ für die Gallone (bei uns in Schilda waren es gestern 2,30 € für den Liter).
Nahost (5): Nur mühsam kleckern einzelne Meldungen über das Tun des auserwählten Volkes in die Westpresse. Zu meiner Überraschung sind dabei Kartenskizzen für ein Groß-Israel (Greater Israel), deren Echtheit starke Zweifel wecken. Nur falls doch echt, dann sind sie Ausweis für Größenwahn im fortgeschrittenen Stadium.
Brandmauer-Kämpfe: Fritz der Kanzler schlägt um sich, um seine Widersacher in Schach zu halten.
Aber ach, deren Zahl wird mittlerweile unüberschaubar. Unter diesen spalten sich die ersten Überläufer ab, sodass es immer wahrscheinlicher wird, dass Deutschlands gefährlichster Mann in Kürze unwidersprochen in S.-A. zum Ministerpräsidenten gekürt wir (Nicht nur das BSW wird seine Stimme leihen).
Brandmauer-Kämpfe (2): Die Propagandisten versuchen es mit einer Ablenkfütterung in Meckpomm, wo in 8 Tagen gewählt wird. Dort soll es sich um ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der SPDAmtsinhaberin (Frau gegen Blau) und Leif-Erik, einer Art in die Jahre gekommenen freundlichen Wikinger, handeln. Denke mal, dass die AfD locker in Front bleibt, es sei denn, es gelingt mit Hilfe der Briefwahl, die Sache im Sinne Unsererdemokratie zu korrigieren.
13. September 2026
Die jetzt vergangene Woche ist einen besonderen Blick auf die arabische Halbinsel wert. Die Huthis haben ihren territorial besetzten Herrschaftsbereich deutlich erweitert. Das ging auf Kosten der vom Westen (und vor allem von Saudi Arabien) anerkannten jemenitischen Regierung. Diese Erweiterung ist insofern von erheblicher Bedeutung, weil jetzt die gesamte östliche Küste vom Südausgang des Roten Meeres einschließlich der darin gelegenen Inseln in der Hand der Huthis ist. Die Nutzung dieses Umgehungsweges als Ersatz für die gesperrte Straße von Hormus ist daher vom Belieben der Huthis abhängig. Sie haben angekündigt, dass einstweilen nur Öl aus Saudi Arabien betroffen sein soll.
Arabien (2): Parallel hierzu fand der erfolgreiche Angriff auf die ost-westliche Öl-Pipeline, die Saudi Arabien quert, statt. Die Öldurchfuhr wurde eingestellt. Der Doppelschlag ist ohne sorgsame Planung kaum durchgeführt worden. Dies gilt umso mehr, als bis zum Augenblick nicht bekannt ist, wo denn die zerstörenden Geschosse abgeschossen wurden (Irak oder Jemen).
Arabien (3): Die Ägypter haben angekündigt, dass sie die Öl-Pipeline, die parallel zum Suez-Kanal verläuft, für saudisches Öl freigeben, damit es über das Mittelmeer abfließen kann. Doch wie soll es dort hinkommen?
Arabien (4): Die saudischen Prinzen rufen alle möglichen Leute um Hilfe an. Bislang ohne erkennbaren Erfolg. Naheliegend wäre es, das erst vor kurzem abgeschlossene Mekka-Abkommen mit der Türkei und Pakistan zu bemühen. Doch aus Ankara und Islamabad hört man nichts, was nach tätiger Hilfe klingen würde.
Arabien (5): Wenn man einmal spekuliert, dass hinter dem arabischen Desaster die Planer aus Teheran dass hinter dem arabischen Desaster die Planer aus Teheran stecken, dann zeigt sich, welche antiwestliche Machtzusammenballung dort praktische Politik zu veranstalten versteht.. Jahrzehntelang war es das Privileg der USA, die Völker mit Hilfe von Intrigen gegeneinander zu hetzen. Im Moment sehen wir einen Player, der das Spiel ebenfalls beherrscht. – Und der Ölpreis klettert weiter.
14. September 2026
Das ist Realsatire: Der Don bezichtigt den kleinen Mann aus Kiew wg. seiner Angriffe auf russische Raffinerien für die Dieselpreis-Entwicklung verantwortlich zu sein.
Realsatire (2): Der Diesel in den USA, so schreiben Wallstreet Analysten, ist nicht knapp, sondern er werde bevorzugt mit Gewinn ins Ausland verkauft.
Realsatire (3): Die GRU-Drohne von Leipzig, so schreibt der Bundeswehr-Spezialist bei Tichy, sei ein leicht umgebauter handelsüblicher Quatro-Copter. Woher er das weiß? Von einem anerkannten Experten, der auch in Sachen Rechtsextremismus expertet.
Wirklichkeit: In Neu Delhi tagen die BRICS-Staatschefs. Sie verabschieden eine Erklärung, die von allem Möglichen handelt, vor allem aber vom grenzüberschreitenden Handel ohne Dollar. Am Rande der Veranstaltungen wird Putin deutlich: Ein Einsatz von Nato-Truppen in der Ukraine bedeutet Krieg mit Russland. – So, jetzt wissen die hiesigen Kriegshetzer, wie sie ans Ziel kommen. Wer wagt es als Erster? D oder GB?
15. September 2026
Der Militaria-Spezialist bei Tichy, Oberst a.D. S., hat sein Thema gefunden: die Drohne, speziell natürlich die der Kriegführung. So berichtet er von einer Revolution auf dem Drohnenschlachtfeld. Soso. Eine Waffe sei es, die den angreifenden Drohnen die Orientierung vermasselt. Ich stutze, blättere in meinen Aufzeichnungen aus den letzte vier Jahren konkretem Drohnenkrieg und sage: ach was und bezweifle die Novität. Dann lese ich den Artikel zu Ende und suche nach der Quelle. Es ist ein israelischer Waffenspezialist. Aha, sagt es in mir. Sind das die selben Leute, die jetzt VW-Werke in D für ihre Waffenherstellung aufkaufen wollen? Lesen wir hier einen Werbeprospekt?
Waffen für die Welt (2): In der VW-Stadt Wolfsburg setzt sich bei der Kommunalwahl am Sonntag der Kandidat der CDU durch. Die Hoffnung stirbt auch hier zuletzt.
Waffen für die Welt (3): Fritz der Möchtegern-Außenkanzler empfängt, nachdem er vorgestern die globalen Sachen am Nordpol geregelt hat, heute den Chef aus dem Irak. Bringt der Öl und Gas mit? Kann ich mir nicht so richtig vorstellen. – Der Diesel kostete gestern 2,40.
Waffen für die Welt (4): In der Straße von Hormus geht heute Nacht ein Tanker aus Panama in Flammen auf. Die Beteiligten zeigen wechselseitig mit dem Finger aufeinander.
16. September 2026
Seit gestern ist es amtlich: Entgegen allem Siegesgerede von Trump und seinem Kriegsclown Pete H. legte der Bericht des Generalinspekteurs des Kriegsressorts die Zerstörungen von US-Einrichtungen im Nahe Osten offen. Es sind Hunderte. Sie wurden allein durch persische Drohnen und Raketen verursacht. Dieselben wurden, wie die Herren des Krieges behauptet hatten, abgewehrt? Das kann man in der Pfeife rauchen. Die Basen der Machtausübung sind weg, und sie werden wohl auch nicht wieder kommen. Die Hegemonialmacht hat sich selbst entmachtet.
Hegemonialmacht (2): Bei solch entlarvenden Schlagzeilen eilen die Gedanken wie von selbst zur Auslösung dieses Krieges zurück. Situation Room im Weißen Haus im Februar 26. Bibi aus Jerusalem entwickelt den Dreitage-Kriegsplan, der mit der Enthauptung der iranischen Führung beginnt und sogleich in die Erhebung des persischen Volkes überleitet. Zugeschaltet der Mossad-Chef für die Details. Trump und Pete H. stimmen zu. Alle anderen (Außenminister, Finanzminister, CIA-Chef, Stabschef der Streitkräfte) sind (angeblich) anderer Meinung. Wir wissen es nicht. Was wir aber wissen, ist dieses hier: Keiner sagt: Das ist ein Verbrechen und aussichtslos zudem, da mache ich nicht mit. Noch einmal: Sie hätten Nein sagen können.
Hegemonialmacht (3): In Oman treffen sich in aller Stille die Golfanrainer mit dem persischen Außenminister Arachtschi. Der Sinn dieses Treffens kann kaum zweifelhaft sein. Es ist der Wunsch, den Krieg zu beenden, der allen gleichermaßen schadet. Die USA sind offensichtlich nicht mit am Tisch. Unklar hierbei die Rolle der Vereinigten Emirate, die derweil mit Israel und Deutschland Geschäfte machen wollen, indem sie ihre Dollar-Überschüsse waschen.
17. September 2026
Es ist üblich, dass die Zeitgenossen einen weltgeschichtlich bedeutsamen Moment nicht bemerken. Das bleibt späteren Chronisten vorbehalten, die den Blick aufs Ganze haben. Dies vorausgeschickt, frage ich mich, ob ich (und nicht nur ich) einen solchen Moment soeben verpasst habe, als Araber aus dem Jemen, die wir herablassend als Sandlatscher zu bezeichnen belieben, soeben dem selbstherrlichen Saudi Arabien einen Schlag verpasst haben, von dem sich die Prinzen-Garde womöglich nicht mehr erholen wird. Fest steht nach dem Stand von heute nur, dass die jemenitischen Huthi den Ausgang des Roten Meeres durch ihren Vormarsch in Händen halten, und zudem der Welt größter Ölexporteur Zerstörungen hinnehmen musste, die sein Export-Volumen auf Null reduzieren.
Arabien (2): Vor den Augen des erstaunten Beobachters, läuft die Aufteilung der Halbinsel, die im Ersten Weltkrieg von den Engländern begonnen und durchgesetzt wurde, nunmehr rückwärts ab. Wer Spaß an britischer Kolonialkriegs-Führung hat, der lese Die Sieben Säulen der Weisheit von Colonel Lawrence.
Arabien (3): Dass hier eine koordinierte Lenkung, aller Wahrscheinlichkeit aus Teheran, vorliegt, bestreitet nur der, der die eigene Überraschung kaum zu fassen vermag. Wichtig vor allem: Schiitische Stämme aus dem Irak (!) beteiligten sich an dem Schlag gegen Saudi Arabien, das nunmehr zwischen allen Stühlen zu sitzen scheint, zumal aus D.C. ein hilfreiches Bombardement der jemenitischen Angreifer abgelehnt wurde.
Arabien (4): Derweil einigen sich Persien und Oman über die Durchfahrt-Modalitäten für die Straße von Hormus. Nach der Ansage aus Teheran steht das alles unter dem Vorbehalt, dass die USA endlich zu den im Memorandum of Understanding (MoU) ausgehandelten Bedingungen zurückkehren, zu deutsch: aus der Region verschwinden.
Arabien (5): Persiens oberster Ayatollah hat sich mit einer Lageeinschätzung zu Wort gemeldet: Es gebe für alle am Golf nur einen Gegner: das sei Israel. Die Führung aus Oman stimmt dem zu.
Arabien (6): Nach den verheerenden persischen Angriffen auf die US-Stützpunkte in Jordanien wackelt die dortige Führung beträchtlich. Doch die wurde in den letzten Jahrzehnten bereits zu oft totgesagt, um jetzt eine stimmige Aussage hinzukriegen. Bemerkenswert bleibt nach wie vor, dass die Masse der dortigen Bevölkerung palästinensischer Abstammung ist, aber politisch nichts zu sagen hat.
18. September 2026
Während der Don auf eigenem Platz in Irland Golf spielt, bleibt ihm Zeit, für den Iran-Krieg eine dicke Entscheidung (big decision) anzukündigen. Man stutzt und schaltet innerlich sogleich auf die nächste Gewalttat um. Denn während er das sagt, trifft der Chef von Centcom, Admiral Cooper, in Saudi Arabien auf den Oberprinzen Mohammed bin Salman („MBS“). Das ist der, der in der vergangenen Woche rundum flehentlich um Waffenhilfe gebeten hat. Was also kann Cooper wollen. Nun, er wird dem einstigen engsten Verbündeten am Golf sagen, dass er alle Geheimdienst-Informationen bekommen kann, die er braucht, um das Blatt zu wenden. Die Frage ist lediglich, ob die Geldleute in New York und D.C. das für opportun halten, oder ob sie nicht längst auf andere Favoriten gesetzt haben. Rivalisierende Stammesfürsten gibt es in Arabien genug und in Menge. Ihre Freunde vom Mossad werden es ihnen bereits geflüstert haben.
Der Don (2): Er habe, so lässt er die gierig an seinen Lippen hängende Journaille wissen, mit den Huthis telefoniert, er habe also die Lage im Griff. Das ist, wie wir nicht lange rätseln müssen, gelogen. – Wir stellen uns die Szene so vor: Der Don zur Büroleiterin: Hol mir mal den Huthi ans Telefon. Sie: Wen? – Aber mal ernsthaft. Der Don steckt in Schwierigkeiten, denn die Spritpreise steigen, und sie steigen weiter. Die Zahl er Verantwortlichen hierfür außerhalb des Weißen Hauses schrumpft. Die Zwischenwahlen im November versprechen nichts Gutes. Indessen: Die Entscheidung zwischen Reps und Dems in den USA ist für uns genauso belanglos wie die Entscheidung der Wähler in Westdeutschland zwischen CDU und SPD. Dergleichen hat ausschließlich für die Parteibonzen Bedeutung.
Der Don (3): Dem Weltfrieden, was immer das sei, wäre vermutlich gedient, wenn man Trump auf einem seiner Golfplätze einsperren ließe und das Telefon wegnimmt. Dann kann er sich, ohne dass es Auswirkungen hat, darüber auslassen, ob er jetzt reingeht oder nicht (gemeint ist der Iran). Ich kann die Frage beantworten: Mit US-Bodentruppen jedenfalls nicht, denn die sind – im Gegensatz zur Gegenseite – nicht vorhanden.
Heimatfront: Der Sieger der Wahl in Sachsen-Anhalt ist, wie bekannt, nicht die AfD, sondern die Briefwahl. Ein Blick auf die Stimmenverteilung macht es ohne statistisches Hochreckturnen offensichtlich. Zahlenunterschiede in diesem Ausmaß lassen sich außer durch Eingreifen nicht erklären.
Nachtrag um halb-zehn: Bei Tichy lese ich soeben das hier "Meloni schickt Italiens Marine in den Kampf gegen die Huthis". Doch, da stutzt man. Das ist sicher eine gewaltige Streitmacht, die bewiesen hat, dass sie deutsche Schlepperboote nicht mal von Italiens Küsten mit Erfolg fernhalten kann. Dann lese ich genauer. Es geht unterm Strich um schwülstige Absichtserklärungen nebst Hintertürchen unter einer irreführenden Überschrift. Das Ganze stammt, ich grinse in mich hinein, vom Militaria-Experten Oberst S. Soll ich es künftig als daily Richard bezeichnen?
19. September 2026
Gestern Abend spricht mich ein mir Unbekannter an und sagt: Ihre Corona-Diktatur hat mir die Augen geöffnet. Ich bin erst mal sprachlos. Später denke ich: einer von Achtzigmillionen.
1 : 80.000.000 (2): Der Mediziner Paul Cullen hält unter dem Titel Die bleierne Zeit einen brillanten
Vortrag über Planung, Verlauf und Auswirkungen der Corona-Sache. Der Ire, der als Professor an der Uni Münster lehrt, sagt, dass es die sog. Aufarbeitung nicht geben wird, weil die meisten Deutschen mit den Maßnahmen einverstanden waren und es immer noch sind. Ich stimme dem zu, denn ich halte dieses Beharren für selbstverständlich. Der Grund: wer gibt schon gerne zu, dass er sich wie ein Idiot verhalten hat. Ich füge hinzu: Wenn sich alle falsch verhalten, wird Unrecht zu Recht
Auch nicht schlecht: Der Don verbietet heute Nacht drei Medienhäusern den Zugang ins Weiße Haus.
Unter den Gemaßregelten finde ich politico, ein Produkt des Hauses Springer. Man sieht also, dass Amerika-Hörigkeit sich nicht auszahlen muss. Ich werde in den nächsten Tagen die Schlagzeilen der Bild beim Aldi überfliegen, dann wird man sehen, wie die Sache sich auf der deutschen Seite des Hauses Springer auswirkt.
Der Don (2): Verkündet in der gewohnten Lautstärke ein Abkommen (mit wem?) über Grönland, das den USA die Verantwortlichkeit für die Sicherheit dieser Insel zuweist und alle anderen Länder ausschließt. Hat die flotte Mette aus Kopenhagen klein beigegeben, oder handelt es sich hier um das übliche Deal-Gerede, hinter dem sich in der Vergangenheit meist heiße Luft verbarg?
Schilda (2): Früher hielt ich die Mecklenburger Seenplatte für eine dortige gastronomische Spezialität. Jetzt weiß ich, dass es auch eine Mecklenburger Kleinseenplatte gibt. Auf ihr fand ich frischgeräucherten Wels. Einfach köstlich.
21. September 2026
Gestern Abend: Erstmals in der Geschichte meines Esstischs waren zwei kleine Computer zugelassen, deren winzige Bildschirme die Fassungslosigkeit des öffentlich besoldeten Medienpöbels widerspiegelten. Zwei Wahlen mit rabiaten Folgen: CDU raus in Meckpomm und linke Türkin an der Spitze in Berlin. Und ein Kanzler Fritz, der pünktlich zur Schließung der Wahllokale von einem Desaster spricht. Und deshalb, so sagt er, bleibe ich im Amt, um die Reformen weiterzuführen. Man denkt die ganze Zeit: Hää, habe ich was nicht mitgekriegt?
Meckpomm (2): Küsten-Barbie, deutlich gestresst, erklärt den Verlust ihrer Regierungsmehrheit so, dass es ihr gelungen sei, die Alleinherrschaft der AfD zu verhindern, und 61 % Dermenschen hätten die AfD nicht gewählt. Das ist die neue politische Mathematik, denn auf die SPD angewendet, wären es noch mehr von Denmenschen. Von der CDU ganz zu schweigen.
Meckpomm (3): Zum ersten Mal in meinem Leben höre ich den AfD-Kandidaten ganze Sätze reden. Da wird mir der Frust von Mainstream überdeutlich. Man mag diesen langsam und deutlich formulierenden Mann nicht mögen, aber zum Herr-sei-bei-uns taugt er beim besten Willen nicht. Er spricht wie die Bürger dortzulande.
Berlin (2): Zum ersten Mal höre ich die Wahlsiegerin ganze Sätze reden. Sie kündigt im Siegesrausch den Frontal-Angriff auf alle gewohnten Strukturen an. Ihre Tonart ist das Stakkato.
Im Handelsblatt hinterlässt A.M. die Botschaft, dass sie für das Pandemie-Geschehen nicht verantwortlich sei, sondern Bill Gates und seine Stiftung. Ich deute ihr gewohnt-unpräzises Geschwurbel so, dass sie durch den Bösewicht zum Handeln genötigt worden wäre. Ach nee, na sowas.
Auf der arabischen Halbinsel geht der offene Krieg weiter. Noch immer hat das große und gute Amerika nicht direkt eingegriffen. Derweil ruinieren die sog. Rebellen weiterhin die arabische ÖlInfrastruktur, vernichten ein italienisches (!) Kampfflugzeug auf einer saudi-arabischen Airbase und setzen die Arrondierung des von ihnen beherrschten Gebietes weiter fort.
22. September 2026
Der Rauch verzieht sich nach der großen Wahlexplosion, und siehe da, alles bleibt beim alten: AfD bleibt im politischen Abseits im Norden, und die Linken bleiben in Berlin an der Macht, wenn auch nunmehr unter offizieller Duldung des organisierten Verbrechens, und Fritz der Kanzler kann weiterwurschteln, so als wäre nichts geschehen. Da ist noch Platz nach unten. Alles andere ist Lametta.
Lametta (2): In Meckpomm tritt der CDU-Vorsitzer zurück und wird durch den König der
Mediendümmlichkeit ersetzt, durch meinen Favoriten Philipp A. Indessen: Es bleibt die Tatsache im politischen Raum, dass die Zahl der zu vergebenden Pfünden bei der Christunion drastisch schrumpft. Aber, keine Bange, es sind immer noch sehr viele hübsche Posten auf der Resterampe. Wenn schon nicht in Parlamenten und deren Tross, dann aber zu Tausenden in staatlichen und halbstaatlichen Unternehmen und deren Verbänden. Ein unendlicher Rattenschwanz, in dem die gescheiterte Ignoranz ein Leben lang geparkt werden kann.
Lametta (3): Der Don will heute die militärische Besetzung von Grönland durch einen Vertrag mit DK besiegeln. Dann wird es auf dem Riesen-Eiland und -Eisland vermutlich mehr fremde Soldaten als Einwohner geben. Jetzt können wir, wer immer das sei, dem Russen und erst recht dem Chinesen am Nordpol Paroli bieten. So jedenfalls lautet die öffentlich gemachte Begründung. Was für ein toller Sieg, wo es an den übrigen Fronten nicht so toll läuft.
Ostfront: Am Wochenende fand die Parlamentswahl in Russland statt – mit den erwarteten Ergebnissen, die allerdings nicht so deutlich ausfielen, wie ich es erwartete hatte. Aber was weiß ich schon? Dafür gab es den größten bisher erfolgten ukrainischen Drohnenangriff, bevorzugt auf Moskau, allerdings mit denkbar bescheidenen Ergebnissen. Von der Antwort werden wir heute oder morgen hören.
Ostfront (2): Die Amerikaner gruppieren um. Abzug bedeutender Kräfte aus D, Aufwuchs derselben in PL. Die dortige Regierung hatte ausdrücklich darum ersucht. Es mag den einen oder anderen langweilen, aber es gelingt mir nicht, das Verhalten der dortigen Nationalisten im Jahre 1939 aus dem Kopf zu bekommen und deren Einfluss auf den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Die Kriegshetzer waren seinerzeit ausdrücklich durch das Weiße Haus ermutigt worden.
Nahost: Das US-Finanzgenie Bessent kündigt die Zerstörung der iranischen Luftfahrt durch weltweite Sanktionen an. Wer die Perser noch abfertigt, wird in den USA bestraft werden. Bin gespannt, wann die USA und deren Gesellschaften weltweit durch den Bumerang getroffen werden. Derweil will der Don den Ausfall des Düngers durch Kali-Großeinkauf in Weißrussland kompensieren. Das ist eine merkwürdige Kehrtwende nach dem Motto: Not kennt kein Gebot.
Nahost (2): Derweil läuft in Venedig der israelische Dokumentarfilm Naza. Er zeigt das fabrikmäßige
Töten von Palästinensern durch den Einsatz von KI zur Identifizierung und anschließenden Tötung der Opfer. Das offizielle Tel Aviv ist außer sich und spricht von Desinformation und Landesverrat. Ja, was denn nun? Entweder es stimmt nicht, dann ist es Desinformation, oder aber es stimmt, dann – bestenfalls – kann man es Landesverrat nennen. Die Existenzrecht-Israel-Beflissenen in den einschlägigen Medien schweigen devot. Den Herstellern von Naza droht jetzt der Entzug der israelischen Staatsbürgerschaft. Dieses Instrument kennt man auch aus dem Deutschland der 1930er Jahre.
Nahost (3): Dass der dortige Völkerhass auf unser Territorium überschwappt, darauf haben alle, die noch bis drei zählen konnten, Jahr um Jahr hingewiesen. Hat es genutzt? Ja, insofern, als sie jetzt sagen können: Wir haben recht gehabt. Jetzt jammert der Zentralrat, der vor zwei Wochen noch den Sieg der AfD mit düsteren Worten kommentieren musste. Ja, was denn nun? Die Deutschen aus Deutschland ausweisen? Viel Vergnügen.
24. September 2026
Theaterdonner in New York: Der Don hielt vor der UNO-Vollversammlung eine Rede, die offensichtlich an seine Wähler, nicht jedoch für die Ohren der Staatsführer bestimmt war. Er log so atemberaubend und gab so verrückt den großen Zampano, dass ich mich frage, ob es ihm egal ist, dass sein öffentliches Kaspern den Nicht-Westen noch enger zusammenrücken lassen wird. Aus seinem Unflat rücke ich dies Detail nach vorne: Er werde gleich nach dem Wahltag mit dem Iran einen Deal machen. Sollte sich der weigern , werde er ihn vernichten. Er habe genug Mittel bei der Hand. Alles, was über Munitions-Knappheit zu lesen ist, sei das Gerede von Verrätern.
Theaterdonner (2) und Wirklichkeit: Die Ausfälle des Don kontrastieren merkwürdig mit seinem Verhalten gegenüber Saudi Arabien. Dessen flehentliche Hilferufe wurden am Wochenende erneut zurückgewiesen. Die Amerikaner wollen die Jemeniten nicht erneut bombardieren. Hierfür gibt es aus meiner Sicht – neben der vermuteten Aussichtslosigkeit – nur einen einzigen selbstsüchtigen Grund: Man möchte die endgültige Sperrung des Südausgangs des Roten Meeres vermeiden. Die
Sperrung der Straße von Hormus ist bereits schlimm genug. In den letzten Tagen wurden mehrere Frachter, die dort ohne Genehmigung Persiens durch wollten, unmissverständlich angehalten. Heute Nacht starb dabei ein indischer Seemann.
Theaterdonner (3) und Wirklichkeit: Der kleine Mann aus Kiew versucht es jetzt in New York mit Erpressung seiner Unterstützer. Wenn er keine Flugabwehraffen erhalte, werde er weiter – entgegen der Ansagen des Don – die russische Öl-Infrastruktur bombardieren. Die dortige Antwort kam, vor allem wie vorausgesehen nach den Drohnenangriffen auf das Moskauer Wahlgeschehen vom Wochenende, prompt und schrecklich: Ein massiver Luftschlag in der Nacht von Montag auf Dienstag, schaltete in über der Hälfte des Landes buchstäblich das Licht aus.
Theaterdonner (4) und traurige Wirklichkeit: Die ehemalige Pressesprecherin von Selenskyj, Julia Mendel, hielt am 16. September 2026 vor dem EU-Parlament in Straßburg einen Vortrag über die katastrophale Lage ihres Landes. Neben wirtschaftlichen, territorialen und militärischen Aspekten hob die (?einst) glühende Nationalistin die aussichtslose demographische Lage des Landes hervor. Ausgangsbevölkerung 1991 52 Millionen, heute ca. 20-25 Millionen, davon die Hälfte über 65 Jahre alt. Auf 4 Todesfälle kommt eine Geburt. Die monatlichen Personalverluste betragen ca. 25-30.000 Mann an Gefallenen und Schwerverwundeten. – Ich füge hinzu: Wer im Moment vom Wiederaufbau des Landes redet, spricht nicht von der Ukraine, denn die wird es in Kürze in der uns bekannten Form nicht mehr geben.
Theaterdonner (5): Für heute ist in New York der Auftritt von Benjamin N. vor der UNO angekündigt. Er will laut eigener Ansage große und erstaunliche Dinge verkünden.
26. September 2026
Wollte soeben Bekannten beim Kauf von Theaterkarten in Schilda behilflich sein. Als ich beim selbstlosen Tun im Online-Portal auf den Begriff "Kund:in" stoße, stelle ich meine Bemühungen ein. Mit Idioten mache freiwillig ich keine Geschäfte.
Theater (2) wird in der jetzt vergangenen Woche im Plenarsaal der UNO aufgeführt – hasserfüllt, wie schon lange nicht mehr. Der persische Präsident zeigt Bilder des ermordeten Staatsführers und der durch US-Bomben zerfetzten Kinder einer Mädchenschule. Er wird sodann von Trump als Abschaum bezeichnet, der sich einem Abkommen beugen müsse oder in kürzester Frist vernichtet werde. Der Führer Israels sorgt dafür, dass sich der Saal vor seinem Auftritt von selbst leert, so dass er unwidersprochen (allerdings auch unbeklatscht) verkünden kann, die Behauptungen des israelischen
Völkermords in Palästina seien die größte Lüge des Jahrhunderts, denn in Wirklichkeit gebe es keine Palästinenser, diese seien ein Phantasieprodukt. Das klingt stringent, wiewohl nicht sehr wirklichkeitsnah.
Nahostkrieg: Die Behauptungen des Don, die Vernichtung des Iran betreffend, gewinnen an Farbe, wenn man zwei unbestätigte Meldungen damit vergleicht: a) Die Massierung von Tankflugzeugen in Nahost und b) das Treffen von Centkom-Kommandeur Cooper mit den militärischen Größen der Golfstaaten einschließlich Saudi Arabiens und, man höre und staune, Israels. Der kommende Angriff auf den Iran sei abgestimmt worden. Wie ein netter Betthupferl klingt der Treffort: Ein Ski-Hotel in Deutschland. Ob auch die üblichen, die US-Moral steigernden Zenzis einberufen wurden, steht nicht in der Meldung.
Nahostkrieg (2): Unvereinbar miteinander sind die Mitteilungen über weitere Raketenangriffe der Huthis auf die saudi-arabische Öl-Infrastruktur und – im Gegenzug – deren totale Abwehr.
Ostfront: Es sickern Meldungen über die angebliche erfolgreiche Ersetzung des Starlink-Systems (von Wunderkind Elon), von dem der Russe bekanntlich abgeschnitten wurde, durch ein Eigengewächs namens Rasswet (Morgenröte), in die Welt der Nachrichten durch. Parallel hierzu wird berichtet, dass sich die russische Luftwaffe völlig ungehindert am Himmel über Odessa tummelt. Das wäre, wenn es denn stimmt, neu.
Heimatfront: Die 4 Wahlen des September 2026 hinterlassen einen Nachgeschmack, der nach genauerem Hinsehen verlangt. Vielleicht am morgigen Sonntag.
28. September 2026
Vom Wochenende bleibt im Netz des Aufzuhebenden hängen, dass mich Ekel überkommt, wenn ich an die UNO-Vollversammlung zurückdenke. Es hat zwar nicht viel zu bedeuten, aber immerhin will ich den Versuch des deutschen Außenzwerges erwähnen, sich in die grässlichen Clownerien in New York einzureihen. Er erbat und erhielt ein strikt abgeschirmtes Gespräch mit dem russischen Pendant Lawrow. Das war so abgeschirmt, dass die Russen hierüber hernach unter Beifügung der Bilder einer Überwachungskamera Auskunft gaben.
New York (2): Ich fasse das Gesehene wie folgt zusammen: Johann W. betritt den russischen Besprechungsraum, die Gegenseite sitzt bereits am Tisch. Auf diesem finden die Deutschen eine englisch-sprachige Broschüre über die westlichen Propagandalügen des angeblich russischen
Massenmordes im ukrainischen Butscha (Ende März 2022, man erinnert sich). Nun der Gesprächstext: Lawrow: Sie haben um das Gespräch gebeten, was wünschen Sie? – Johann W. nimmt einen Zettel vor, den er abliest. Weist auf den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg hin, der beendet werden müsse. Verlangt einen Waffenstillstand und die Beendigung der hybriden Kriegführung à la Leipzig. – Lawrow spricht ohne Zettel und ohne die Deutschen anzusehen: Russland werde seine Kriegsziele militärisch zu Ende bringen. Danach werde man die Einzelheiten gesprächsweise festlegen. – Das war's dann, man verabschiedet sich
New York (3): Bin ich hier der Geisterfahrer, wenn ich zwischen Fremdschämen und wildem Ärger über diese deutschen Stümper schwanke?
Einige Nachbemerkungen zu den Wahlen im September: Unter Einschluss der Kommunalwahlen in Niedersachsen lässt sich sagen, dass die CDU auf dem unumkehrbaren Weg ist, zur regionalen katholischen Partikular-Größe zu schrumpfen. Sie ist dadurch nicht ihres bundespolitischen Einflusses beraubt, sondern nur noch als Fall-zu-Fall Mehrheitsbeschaffer von Bedeutung. In Nordwestdeutschland findet die Auseinandersetzung um das letzte Wort zwischen den Grünen und der SPD statt, wobei die Grünen derzeit deutlich vorne liegen (siehe Hannover und Osnabrück). Das Verdrängen der SPD findet Hand in Hand mit dem Aufstieg der Linken statt. Wollen die SPD-Funktionäre und ihr Pressekonzern weiter Einfluss ausüben, bleibt ihnen nur der Weg der Vereinigung mit den Linken. Der Parteitag, von den Sowjets 1946 angeordnet, grüßt von Ferne. – Die Wohlmeinenden trösten sich wie eh und je mit dem Hinweis, es werde schon nicht so schlimm kommen. In der Tat, das ist schlimm.
30. September 2026
Auf der nächtlichen Autobahnfahrt höre ich einen sog. Podcast, also ein Interview, dieses hier zwischen zwei Frauen, die mir bislang nichts sagten. Die eine war vor Jahren Redakteurin bei RT Deutsch und betreibt heute einen eigenen Kanal, die Interviewerin heißt Ammann, eine geschätzt 40jährige, studierte Juristin und danach Medien-Mainstream-Shootingstar, zuletzt Stellvertretende Chefredakteuse bei der Illustrierten Der Spiegel. Das Interview artet in ein Verhör aus, in welchem die Interviewte bekennen soll, dass sie immer noch Russland-Aktivistin sei, die das Verbrecherische des Putin-Regimes beschönige.
Verhör (2): Ich wundere mich, wie die Interviewte sich so fertigmachen lassen kann. Erst als ich – neugierig geworden – eine weitere Sendung anhöre, diesmal mit der ehemaligen RT DeutschRedakteuse als Interviewerin und dem bekannten Psychotherapeuten Maatz als Gegenüber wird mir klar, was da zuvor abgelaufen war. Die Dame ist ein bisserl naiv. Sie glaubt – und Maatz stimmt ihr im Prinzip zu – man könne sich mit jedermann auf ein Niveau einpendeln, was bei krassen Auffassungsunterschieden dennoch ein Gespräch in jedem Fall möglich mache und nennt hierfür Beispiele aus dem eigenen Erleben. Ich füge hinzu: Wer dies ernsthaft glaubt, ist rettungslos unterlegen, wenn er auf einen Gegner trifft, der in Wirklichkeit ein Feind ist, dem es auf die Vernichtung des Kontrahenten ankommt. Mir geht durch den Kopf, wie der Blutrichter Roland Freisler in den von ihm geleiteten Verhören mit den Männern des 20. Juli umging. Nichts für ungut, ich weiß auch nicht, warum mir das im Zusammenhang mit dem Auftritt der Frau Ammann durch den Kopf geht, denn schließlich ist diese eine lupenreine Befürworterin von Unsererdemokratie.
Hierzu passt, was ich heute Morgen in der Zellerzeitung fand: Von der Ostfront lässt sich nachtragen, dass der Russe jetzt seit dem vergangenen Wochenende die
Einrichtungen der ukrainischen Datenverarbeitung gezielt und mit Schwerpunkt in Kiew unter Beschuss genommen hat. Die Erdkämpfe um drei Kessel im Frontbogen gehen weiter, ebenso eine ukrainische Gegenoffensive im Raum Liman, zu der es bislang nur einseitige Erfolgsmeldungen gibt. Böse Zungen lästern über A.H.s Ardennenoffensive Ende Dezember 1944.
In Nahost wird die Lage heikel. Der Beschuss durch persische Raketen gegen Schiffe aller Art hält an.
Die Verletzung zahlreicher US-Soldaten deutet darauf hin, dass auch Kriegsschiffe erfolgreich ins Visier gerieten. – Nebenbei: Heute läuft die vom Iran gesetzte Frist ab, den von den USA verhängten Blockadering mit Gewalt zu brechen, falls die Amerikaner nicht freiwillig verschwinden. Danach jedenfalls sieht es nicht aus.
Nahost (2): Die erfolgreiche saudische Raketen-Abwehr gegen die Geschosse aus dem Jemen hält an. Wie das zu der Meldung passt, dass in Riad die Schulen geschlossen wurden, leuchtet mit nicht ohne weiteres ein.
©Helmut Roewer, September 2026

