Brüssel (dpa) - Die Spannungen mit der Atommacht Russland,
Bedrohungen durch islamistischen Terrorismus und der lodernde
Krisenherd im Nahen Osten: Die 28 EU-Staaten sehen sich seit geraumer
Zeit mit einem dramatisch veränderten Umfeld konfrontiert. Als
Antwort soll die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini nun eine
außen- und sicherheitspolitische Globalstrategie entwickeln. Sie
könnte die Mitgliedstaaten künftig auf eine gemeinsame Politik
festlegen und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung festschreiben.
Im Rahmen der bereits existierenden Gemeinsamen Sicherheits- und
Verteidigungspolitik (GSVP) will die EU zudem die militärische
Kooperation und Partnerschaften mit Organisationen wie der Nato
ausbauen. Mit dem größten Militärbündnis der Welt wird bereits jetzt
eine Strategie gegen sogenannte «hybride Gefahren» entwickelt. Als
solche werden beispielsweise Attacken mit Partisanenkämpfern und
Propaganda, durch Terrorismus oder Störungen der Energieversorgung
verstanden.