@depositphotos

Die Anbetung von Geld und Besitz ist zur Ersatzreligion geworden

Der Kern der Sache ist das, was er schon zu Anfang seines Aufsatzes sagt: "Hier haben wir es mit dem Grundproblem der menschlichen Gesellschaft zu tun, in der politische Systeme, ob Kaiser- oder Königtum, Demokratie oder Diktatur, die Regeln für Moral und Ethik - letztlich willkürlich - immer wieder neu definieren."

Alle Moral- und Ethikbegriffe sind immer als Funktion der jeweiligen Herrschaft zu sehen. Sie brauchen ja eine Legitimation für ihr Handeln. Diese Begriffe fließen als Normen vor allem in die herrschenden Rechtsauffassungen ein. Die Übernahme des römischen Rechts von vor 2000 Jahren durch die derzeitigen Herrschaftseliten in Westeuropa und USA zeigen deutlich, dass hier imperiale Grundsätze eine Rolle spielen, denen sich die gesellschaftlichen Verhältnisse anzupassen haben - bis hin zum letzten Individuum.   

Ulrich F. Sackstedt

Die "political correctness" ist nun die aktuelle Spitze dieser an sich unmenschlichen und von einer echten Gemeinschaft wegführenden Entwicklung. 

Der Westen definiert den Menschen in erster Linie als einen "homo oeconomicus", alles andere tritt in den Hintergrund. Englisch als Weltsprache (lingua franca = Handelssprache) ist dabei das Werkzeug. Mit dem römischen Recht und dem Bezug auf Roms konstituierende Geister und Politiker wird die Richtung festgelegt, nach der sich alles Handeln auszurichten hat (z.B. die Privatisierung, d.h. der Entzug von Grund und Boden und den darauf errichteten Installationen aus der Gemeinschaft für Zwecke der individuellen Ausbeutung).

Der Sozialismus und der Kommunismus haben dann den Versuch gemacht, dieses Prinzip rückgängig zu machen, landeten aber ganz schnell bei einer Art neuem Königtum, in dem eine kleine Funktionärselite bestimmt, was für das Volk gut zu sein hat. Grund ist die unrealistische Sicht des Menschen in der Marxschen Lehre. So wie er es glaubte, tickt der Mensch eben nicht. Dadurch konnten diese Systeme nur durch Zwang existieren. Der Stalinismus stellte dabei eine besonders perverse Spielart dieser Ideologie dar. Auf Opferzahlen kann man hier gar nicht eingehen.

 

Erst die Errichtung eines tatsächlichen Gemeinwohl-Staatswesens würde die zeitgeistigen unseligen Verhältnisse beenden. 

Dies setzt eine Entmachtung der herrschenden Eliten voraus, die auf friedliche Art nur möglich ist, wenn eine solche Grundreform von verantwortungsbewussten und informierten Personen in die Hand genommen wird. Ob dazu Christentum bzw. die christliche Kirche nötig wären, ist eine Frage, denn es ist eine Religion aus dem vorderasiatischen Raum, die für Europa nicht naheliegend ist. Vor allem hat sie sich primär als Machtinstrument etabliert und viele Jahrhunderte darüber bestimmt, was als gut zu gelten hat und was nicht. Die Germanen hatten ihre eigenen Gottheiten, die sich sehr gut in die herrschenden Gemeinwesen einfügten. Dadurch war gegeben, dass der Mensch Demut und Unterordnung unter die Schöpfungsordnung übte. 

Heute gilt das Gegenteil. Man will zunächst alles Natürliche beseitigen um dann ein angeblich besseres eigenes Muster zu installieren. (Disneyland-Prinzip). Diese Verblendung regiert weite Teile der Welt.

Zur Politik direkt

Ein Kampf der Strasse gegen das System scheitert an der Dummheit bzw. Fehlgeleitetheit der Massen, die sich ganz schnell von politischen Opportunisten und Schreihälsen verführen lassen und damit die Führung wieder in die falschen Hände legen.Das war auch bei der französischen Revolution so. Die Macht ging damals lediglich vom Königshaus auf die entstehenden Bankhäuser über. Der Feudalismus blieb. Wir erleben ihn heute in Form einer Finanzdikatur, die an sich selbst erstickt, weil das herrschende betrügerische Zinseszinssystem an einem Punkt angekommen ist, wo die Zinszahlungen durch weitere Ausbeutung billiger Arbeitskraft und Ressourcenausbeutung nicht mehr gedeckt werden können. Geld wird von "fleißig nach reich" abgeleitet. 

Dies kann so nicht weitergehen. Auch der Zwang zum Wirtschaftswachstum in der vorliegenden Form ist eine Folge dieses Geldsystems.Wenn es, z.B. in der AfD, verantwortungsbewusste und historisch informierte (!) Personen gäbe, hätte sie als einzige Partei die Chance, diese Arbeit zu tun. Leider, hat die lügenhafte Umerziehung unseres Volkes seit 1945 das Gegenteil bewirkt. Wir leben in einer Scheinwelt des Konsums und lassen uns vor den materiellen Karren spannen, an dem die herrschenden Cliquen sich dumm und dämlich verdienen. Die Anbetung von Geld und Besitz ist zur Ersatzreligion geworden.Die dadurch erzeugte emotionale Aushöhlung des Menschen macht es deshalb nun leicht, durch die eingeleitete Masseneinwanderung dieses emotionale Defizit, das zusätzlich mit einer eingeredeten Schuldkultur (die böse weiße Rasse der Kolonialisten und Sklavenhalter) angereichert wird, wieder auszugleichen. Das schlechte Gewissen der arrivierten Wohlstandsbürger wird entlastet, indem sie sich für Flüchtlinge oder Flüchtende einsetzen.

Allein der Aufrechterhaltung dieser Zustände dient die political correctness: Selbsterniedrigung, Verachtung des Nationalen, sogenannte Menschenrechte (statt Völkerrecht), Zerstörung von Sprache, Tradition und Kultur auf breitester Ebene.

 

Redakteur: I.Tkachenko

Bilder:

@depositphotos 

Die Meinung des Autors/Ansprechpartners kann von der Meinung der Redaktion abweichen. 

Grundgesetz Artikel 5 Absatz 1 und 3
(1) „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“