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Die Stimmung an der Frankfurter Börse hat sich am Donnerstag wieder eingetrübt. Der Dax gab zum Handelsschluss um 0,90 Prozent auf 10 210,44 Punkte nach. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank um 0,30 Prozent auf 19 759,33 Punkte, und für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,28 Prozent auf 1729,78 Punkte nach unten.

Anleger blieben vor dem Hintergrund der im Raum stehenden US-Zinsanhebung und der Kapitalflucht aus China nervös, kommentierten Marktbeobachter. Die Ungewissheit über den Zeitpunkt der Zinserhöhung zermürbe die Börsianer. Nachdem beim Dax am Vortag der Ausbruch über die Marke von 10 500 Punkten misslungen sei, könnte es nun erst einmal weiter abwärtsgehen, hieß es auf dem Parkett.

Unter den Einzelwerten im Dax stachen einmal mehr die Versorger negativ heraus. Die Aktien von Eon brachen am Dax-Ende um 7,61 Prozent auf 8,932 Euro ein. Dies ist der bisher tiefste Schlussstand. Der größte deutsche Energiekonzern überträgt sein Kernenergie-Geschäft nicht wie ursprünglich geplant auf die neue Gesellschaft Uniper. Betrieb und Rückbau blieben in der Verantwortung von Eon, was die Aktien laut Analysten unattraktiver mache. 

Favorit im Leitindex hingegen waren die Aktien von Lanxess mit plus 3,05 Prozent, womit sie ihre Gewinne vom Vortag ausbauten. Hoffnungen auf bessere Zeiten für das Kautschuk-Geschäft des Dax-Absteigers seien der Grund, sagte ein Händler. Die Anteilsscheine der Lufthansa gewannen 0,60 Prozent.

Im MDax stiegen die Fraport-Papiere als Spitzenwert unter den 50 Indexmitgliedern um 2,88 Prozent. Der Flughafenbetreiber hatte mit einem Passagierrekord im August den jüngsten Höchstwert aus dem Vormonat übertroffen. Die Titel des Lackieranlagenherstellers Dürr landeten mit minus 3,24 Prozent am MDax-Ende - ein Rückschlag nach dem Kurssprung vom Vortag.

Der EuroStoxx 50 fiel um 1,49 Prozent auf 3221,14 Punkte. Verluste gab es auch beim Cac-40-Index in Paris und beim FTSE-100-Index in London. In New York stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss moderat im Plus.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,52 Prozent am Vortag auf 0,51 Prozent. Der Rentenindex Rex stagnierte bei 138,87 Punkten. Der Bund Future sank um 0,14 Prozent auf 154,69 Punkte. Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1185 (Mittwoch: 1,1139) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8941 (0,8959) Euro.