Polizei kontrolliert junge Männer in Flüchtlingsunterkunft /dpa

Das BKA sieht keinen Grund zur Sorge

Laut dieser Statistik stieg in Deutschland bei wachsenden Zahlen ankommender Flüchtlinge auch die Kriminalitätsrate an. Allerdings können die Analytiker keine direkte Verbindung erkennen. Laut dem Bericht stieg die Flüchtlingszahl 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 440 Prozent an, die Kriminalitätsrate jedoch nur um 79 Prozent.

Daraus schlussfolgert das BKA, dass - zum einen - die meisten Flüchtlinge keine Verbrechen begehen würden. Und zum anderen, dass der Anstieg der Flüchtlingszahlen keine Auswirkungen auf die Kriminalität im Land hat. Selbst, wenn das erste Argument zu gewöhnungsbedürftigen Formulierungen von Kriminologen verbucht werden kann, so hält die Logik des zweiten nicht der geringsten Kritik stand.

Man kann nicht die Quantität vergleichen ohne auf die Qualität einzugehen. Nur die schlichteste Logik kann davon ausgehen, dass sich Straftäter gleichmäßig unter den Flüchtlingen verteilen - nach Quoten.

Angenommen unter den ersten in Deutschland angekommenen 600.000 Menschen hat es keinen einzigen Straftäter gegeben, dafür gab es unter denen, die im Dezember ankamen gleich 1.000 davon.

Was würde ein simpler Zahlenvergleich da wohl ergeben? Es scheint, als würde das BKA etwas mogeln. 

Wenn schon eine Statistik, dann auch mit den Prozentangaben je nach Herkunft. Allerdings hätte eine solche Statistik ein recht unangenehmes Geschmäcke.

WE/AS