Berlin (dpa) - Nach dem Hackerangriff auf den Bundestag ist es nach
Ansicht einer Expertin des Chaos Computer Clubs nicht mit der bloßen
Überarbeitung des Computersystems getan. Die Verwaltung müsse auch
dafür sorgen, dass die Software auf dem neuesten Stand bleibe, sagte
Sprecherin und IT-Expertin Constanze Kurz der Deutschen
Presse-Agentur. Zudem müsse sie die Abgeordneten über mögliche
Sicherheitsrisiken informieren. «Der Nutzer ist immer ein Risiko.»
Der Bundestag will sein Computersystem mehrere Tage lang
überarbeiten, am Donnerstagabend sollten die Rechner vorübergehend
abgeschaltet werden. Mitte Mai war bekanntgeworden, dass Hacker einen
Trojaner eingeschleust und Daten abgezweigt hatten. «Man muss davon
ausgehen, dass der Bundestag für Monate ein offenes Buch für die
Angreifer war», sagte Kurz. Das sei peinlich für das Parlament.
