Die «Patriot»-Einheiten waren vor zweieinhalb Jahren auf Wunsch der
Türkei rund 100 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt
stationiert worden. Sie sollten die Türkei im Rahmen der Nato-Mission
«Active Fence» vor Raketenangriffen aus dem Bürgerkriegsland Syrien
schützen.
Derzeit sind etwa 250 deutsche Soldaten mit zwei Feuereinheiten des
Raketenabwehrsystems «Patriot» in der Stadt Kahramanmaras
stationiert. Das entsprechende Bundeswehrmandat ist bis zum 31.
Januar 2016 befristet und erlaubt den Einsatz von bis zu 400
Soldaten. Der Einsatz war seit längerem umstritten - unter anderem,
weil die Türkei von vielen Dschihadisten als Transitland nach Syrien
genutzt wird.
Angesichts der jüngsten Gewalteskalation in der Türkei hatte die
Bundeswehrtruppe ihre Sicherheitsvorkehrungen dort zuletzt
verschärft. Für die Soldaten in Kahramanmaras wurde eine
Ausgangssperre verhängt. Sie dürfen ihre Kaserne nur noch zu
dienstlichen Zwecken und in Zivil verlassen. Zudem wurde die
Bewachung der Kaserne durch türkische Kräfte verstärkt.
