Die aufstrebenden Schwellenländer Brasilien, Russland,
Indien, China und Südafrika (Brics) wollen auf ihrem Gipfel in Ufa
eine Strategie für eine engere Partnerschaft bis 2020 verabschieden.
Ziel sei es, das Wachstum und die Konkurrenzfähigkeit der Brics in
der Weltwirtschaft zu erhöhen, teilten russische Diplomaten am
Donnerstag mit. In der Erklärung von Ufa wollen die Schwellenstaaten
zudem eine Einschätzung zur globalen politischen und wirtschaftlichen
Lage abgeben.
Themen der Beratungen am zweiten Tag des Brics-Gipfels in der Stadt
rund 1300 Kilometer südöstlich der russischen Hauptstadt sind auch
die Finanzkrise in Griechenland und der Ukraine-Konflikt. Die
Brics-Staaten wollten sich künftig mehr als bisher mit politischen
Fragen befassen, sagte der russische Vize-Außenminister Sergej
Rjabkow. «Aber die Politik wird nicht die wirtschaftlichen Fragen
überdecken - wie das bei der G7 passiert ist», sagte der Diplomat mit
Blick auf die Gruppe der großen sieben Industrienationen.
Russland war wegen seiner umstrittenen Politik im
Ukraine-Konflikt von den G7 ausgeschlossen worden. An den
Brics-Gipfel schließt sich nahtlos das Treffen der Shanghaier
Kooperationsorganisation (SCO) an. Daran nehmen auch die Präsidenten
Afghanistans und Irans teil.
dpa
Foto: Indian Prime Minister Narendra Modi (R), Brazilian President Dilma Rousseff (2-R), Russian President Vladimir Putin (C), Chinese President Xi Jinping (6-R), and South African President Jacob Zuma (L) sit around a table during informal dinner of BRICS countries leaders in Ufa, the capital of Bashkortostan republic, Russia, 08 July 2015. Ufa is hosting BRICS (Brazil, Russia, India, China and South Africa) and SCO (Shanghai Cooperation Organisation) summits on 9 and 10 July. EPA/ALEXEI DRUGINYN / RIA NOVOSTI / KREMLIN POOL MANDATORY CREDIT +++(c) dpa
