Deutsche Bank. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Bericht: US-Justiz untersucht Russland-Geschäfte der Deutschen Bank

Nach den Ermittlungen der New Yorker Finanzaufsicht
DFS habe nun das Justizministerium in Washington ein strafrechtliches
Untersuchungsverfahren eingeleitet, meldete die Nachrichtenagentur
Bloomberg am Montag unter Berufung auf eingeweihte Kreise.

Die Vorwürfe sollen sich auf den Verdacht der Geldwäsche beziehen -
es geht dem Bericht nach vor allem um die Frage, ob russische Kunden
der Deutschen Bank über bestimmte Finanzgeschäfte an den Behörden
vorbei Rubel etwa in US-Dollar getauscht haben. Dabei könnte unter
anderem auch gegen bestehende Sanktionen verstoßen worden sein.

Bloomberg zufolge geht es bei dem Geldwäsche-Verdacht um
Transaktionen in Moskau und London über möglicherweise rund sechs
Milliarden Dollar. Der Zeitraum der Untersuchung umfasse die Jahre
2011 bis Anfang 2015. Eine Sprecherin der Deutschen Bank verwies auf
frühere Aussagen, wonach das Geldhaus bei den Ermittlungen
kooperiere, und wollte keine weiteren Angaben machen.

Mitte Juli hatte Bloomberg berichtet, dass die DFS im Rahmen ihrer
Ermittlungen in dem Fall E-Mails, Mitteilungen, Kundenlisten und
weitere Details von der Deutschen Bank angefordert habe. Das Geldhaus
hatte wiederholt auf laufende interne Untersuchungen verwiesen, bis
zu deren Abschluss eine kleine Zahl von Händlern beurlaubt sei.

dpa