Bergen (dpa) - Die liberale norwegische Tageszeitung "Bergens
Tidende" (Bergen) meint am Montag zum Kampf gegen die Terrormiliz
Islamischer Staat (IS):
Es ist eine Illusion, dass Terrororganisationen ausschließlich mit
kurzen Luftbombardements in die Knie gezwungen werden können. Wie
falsch die Vorstellung ist, zeigte sich in Libyen vor vier Jahren.
Nach der Bombardierung ist Libyen in der Auflösung und wurde
paradoxerweise eine wichtige Rekrutierungs- und Ausbildungsstätte für
den IS. Solche Fehler dürfen nicht wiederholt werden. (.) Bomben
können notwendig sein, um die Infrastruktur und die Kommandolinien zu
zerstören, aber es muss auch einen größeren, längerfristigen Plan zur
Bekämpfung der IS geben. Das ist der Punkt, an dem Diplomatie eine
Rolle einnehmen muss."