Wie kann man ausländische Investoren für die Ukraine gewinnen? Welche Voraussetzungen gibt es dafür und sind ukrainische Gesetze schon „reif“ genug für private Investitionen?
Viele Fragen über Energieversorgung und -Insuffizienz wurden diskutiert.
Eingeladen waren Gäste aus aller Welt. 240 Teilnehmer aus 12 Ländern, wie Frankreich, Großbritannien, Spanien, Tschechien, USA, Kanada und Deutschland haben an der Konferenz teilgenommen. Neun innovative Investitionsprojekte wurden vorgestellt.
Viele Teilnehmer sprachen von der Korruption in der Ukraine, welche als einer der größten Dämpfer für das Investitionsklima gesehen wird. Es gibt z.Z. nicht genug Sicherheiten für private Investoren, um risikolos in der Ukraine investieren zu können. Vieles ist vom Gesetzgeber abhängig und Werchownaja Rada ist immer noch nicht dazu bereit notwendige Gesetze gegen die Korruption, für den Investorenschutz zu verabschieden. Auch die nötigen gesetzlichen Voraussetzungen für die Unternehmen im Energiesektor fehlen noch.
World Economy sprach in ihrem Vortrag über das sogenannte „Dach“, ohne welches kein Geschäft zustande kommen kann. Es geht um eine kriminelle Erfindung, praktisch Erpressung, bei der die Unternehmer „Schutzgeld“ bezahlen müssen. Oft sind diese „Dächer“ - staatliche Einrichtungen, die gegen Schmiergeld nötige Lizenzen und Erlaubnisse vergeben. Dies bremst natürlich die Investoren aus, z.B., Deutschland, die sich nicht in solche Konstrukte begeben wollen.
Es ist aber schon ein großer Durchbruch, dass diese Probleme thematisiert und offen durchdiskutiert werden können.
