Kein Reichsparteitag – nirgends


Montag, 2. Juli 2018

Oder warum Flüchtlings-Frust und Fußball-Frohsinn nicht zusammenpassen

Erinnern Sie sich? Vor vier Jahren ließ uns eine Fernsehreporterin Müller-Hohenstein während der Fußball-WM wissen, dass sie einen inneren Reichsparteitag erlebt habe. Dem Ausspruch folgte das übliche mediale Aufjaulen: NS-Verbrechen und Schuld und Nie-wieder und so. Den Namen der Dame merkte ich mir, weil sie so hieß, wie der Kasper meiner Kindertage. Er stammt, was ich als Kind nicht wusste, aus dem Elbsandsteingebirge, neulich kaufte ich mir dort einen. Sein Gesicht ähnelt fatal dem Fußballer Thomas Müller, aber der kann wirklich nichts dafür. 

Zu meiner Überraschung durfte Müller-Hohenstein (wohlgemerkt die Reporterin) am Abend des Untergangs, man schrieb den 27. Juni 2018, ohne Burka und im roten Kleidchen mit zwei weißen Streifen am Ärmel (für den dritten von adidas hatte es offenbar nicht gereicht) den Bundestrainer, wie man so sagt, abmoderieren. Hinterher las ich, nur zur Bestätigung, dass ich mich nicht verhört hatte, bei Mark Twain Zu Fuß durch Europa nach, wie sich Deutsche gegenüber ihren Ex-Heroen verhalten: Eine ältliche Sängerin in Heidelberg sang so grauenhaft, dass man sich die Ohren zuhalten musste, aber mein Gastgeber versicherte mir, dass sie in ihrer Jugend einen glockenreinen Sopran gehabt habe. 

Dass Frau Müller-Hohenstein vom Reichsparteitag bei der Trainer-Dämmerung nicht sprach, brauche ich kaum zu erwähnen. Wäre sie ehrlich und nicht mainstream-domestiziert gewesen, hätte sie es vielleicht tun sollen, denn er, der innere Reichsparteitag, fand zur Fußball-WM tatsächlich nicht statt – vorher nicht, währenddessen nicht und hinterher grad gar nicht.

Hierfür gibt es einen simplen Grund: Es liegt an den vier F (habe ich mir gerade ausgedacht). Sie stehen für Flüchtlings-Frust und Fußball-Frohsinn. Die vier F sind auch bei gezieltem Dauerfeuer der Lügenpresse nicht unter einen Hut zu bringen. Mittlerweile ist es selbst den Nicht-so-sehr-Hochbegabten unter den Dauerfernsehkonsumenten aufgefallen, dass etwas faul ist im Staate Dänemark (ist Shakespeare und nicht von mir). Eine Fußballmannschaft, die nicht Deutsche Nationalmannschaft heißen darf, sondern nur Mannschaft, die zudem auf die Nationalsymbole ungestraft rotzen und für den türkischen Diktator und andere nutzen-reduzierte Dinge profitorientiert Reklame machen darf, das ist nicht meine Mannschaft. Niemals nicht und nirgendwo. So einfach liegen die Dinge. 

Da konnte es bezeichnender kaum sein, als dass in der Halbzeit-Pause des Fußballdesasters die Heute-Hetzer in einer Flüchtlings-Rettung auf Malta schwelgten, während es mittlerweile auch den Nicht-sonderlich-Informierten unter den Gutwilligen dank italienischer Aufklärung schwant, dass hier deutsche Polit-Krimimelle mit Sitz in Dresden und anderswo steuerbefreit, durch den Bundeshaushalt und die EU subventioniert sowie Soros- gesponsert, ohne die nach geltendem Recht gebotene Strafverfolgung fürchten zu müssen, Menschenhandel betreiben. Ein außerordentlich profitables Geschäft. Willkommen auf dem Sklavenmarkt. 

Wohin nun mit den Sklaven? Unser Land ist zutiefst gespalten. Die Risse laufen kreuz und quer und entziehen sich eindeutiger Zuordnung. Vielleicht hilft ein Kontrollblick auf die Fahnen. Dass die Deutschland-verrecke-Fraktion keine Deutschland-Fahnen zeigt, ist klar, aber dass auch die vielen anderen, einschließlich des Heeres der Ohnemichel, die Fahne eingerollt hatten, das ist das Neue. Deutschland schwenkt keine Fahnen, sondern schwankt zwischen Resignation und dem Sturm. Die Fahnen sind verbannt, aber nicht verbrannt, wie ich vermute. Wer weiß, wann sie wieder ausgepackt werden. Hoffentlich bald.

Von Helmut Roewer

Bilder: @depositphotos

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