POLITISCHES TELEGRAMM. Brexit, Sanierungsfall Deutschland, Frankreich


Montag, 18. März 2019

Alles in allem ein Chaos, aber chaotische Zustände haben immer die Chance, durch klare, wertkonservative Politik entzaubert zu werden und das ist das, wofür wir kämpfen müssen.

POLITISCHES TELEGRAMM. Brexit, Sanierungsfall Deutschland, Frankreich


POLITISCHES TELEGRAMM

Von Dr. Norbert van Handel

Die von Frau Merkel propagierte undifferenzierte Einwanderung von Fremdkulturen schlägt Wellen, die nicht nur in Mitteleuropa, sondern auch im angloamerikanischen Raum zu dramatischen Entwicklungen führen. So ist der Wunsch der Engländer, in Form des Brexit aus der EU auszutreten, neben anderen Gründen auch auf die Politik von Frau Merkel zurückzuführen. Gleiches gilt für den schrecklichen Anschlag in Christchurch, Neuseeland, wo die Wut unentschuldbarer Verbrecher letztendlich die Ursache hat, dass die Furcht vor einer Islamisierung selbst in Ländern, die kaum von Immigration betroffen sind, Realität wurde. Gleiches gilt im Übrigen auch für den Wunsch des amerikanischen Präsidenten, eine Mauer gegenüber Mexiko aufzurichten. Es geht hier nicht um Sinnhaftigkeit, sondern um Bauchgefühl.

Brexit
Die Austrittswünsche vieler Staatsbürger des Vereinigten Königreichs sollte man differenziert analysieren:
- Einerseits wollte man nicht, dass die EU in jedes Detail hineinregiert;
- Andererseits wollte man auch nicht eine schwer durchschaubare Finanzierungslawine akzeptieren, die Finanzmittel der EU in undurchsichtige Konstellationen transportierte;
- Schließlich wollte man nicht die Majorisierung britischer Interessen, ohne Chance gegenüber den Mehrheitsverhältnissen in der EU Wirkung zu zeigen, akzeptieren;
- Zuletzt unterschätzte man, dass die Verstrickungen innerhalb der EU einen Austritt fast unmöglich machen, wobei der österreichische Beobachter ohne Schadenfreude festzustellen hat, dass, wenn man völlig unrichtigerweise und nach 1918 Österreich-Ungarn als Völkerkerker betrachtete, dies wohl in viel konsistenterem Maß auf die EU zutrifft. Eine europäische Gemeinschaft, aus der man nicht, ohne das Weiße aus den Augen zu verlieren, austreten kann, scheint ein Problem sui generis zu sein.

Sanierungsfall Deutschland
- Eine seriöse deutschsprachige Qualitätszeitung analysierte kürzlich          folgendes: Bei der 4G-Netzabdeckung landete Deutschland in einer Studie  hinter Pakistan und Kambodscha.
- Das große Mahnmal für die Verkehrsprobleme ist eine Schrägseilbrücke zwischen Köln und Leverkusen. Das baufällige Nadelöhr ist seit Jahren für größere LKW gesperrt. Das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung schätzt, dass 7 bis 10 Milliarden Euro pro Jahr fehlen, um den Wertverlust              in der Infrastruktur auszugleichen.
- Die Bahn ist ein Sanierungsfall, ihre Unpünktlichkeit notorisch. Es fehlt an ausreichend Personal, funktionsfähigen Zügen und brauchbaren Schienen. 800 Baustellen bezeugen die Misere.
- Schulen: Investitionsstau im Schulbereich soll 47,4 Milliarden Euro  ausmachen. Gleichzeitig ist man mit einem eklatanten Lehrermangel  konfrontiert.
- Bleibt das von Merkels Zeit übrig?
Ein Kommentator meinte, der deutsch-europäische Karneval sei endgültig vorbei!
Schadenfreude ist auch hier nicht angesagt, da Österreich und Mitteleuropa auf eine funktionierende Situation in Deutschland angewiesen sind, die nicht stattfindet.

Frankreich
Der wichtigste Partner Deutschlands spielt mit der Idee, den muslimischen Politiker Mohamed ben Abbes als Staatspräsident zu akzeptieren.
„Sozialisten und Konservative würden in der Stichwahl gegen die Kandidatin des Front National auch einen muslimischen Staatspräsidenten unterstützen“, so Michel Houellebecq eindrucksvoll in seinem Roman „Unterwerfung“.
Wie pervers ist das stolze Frankreich inzwischen geworden? Man muss dazu fügen: Wir hätten es nicht anders verdient, wenn wir nicht dagegen vorgehen würden! „Bei der Einreise in die Türkei kann es zu vorübergehenden Festnahmen und Abhaltungen sowie zu Zurückweisungen kommen, ohne dass konkrete Vorwürfe bzw. genaue Gründe seitens der türkischen Behörden bekannt gegeben werden“, warnte das österreichische Außenministerium Türkeireisende auf seiner Website seit Beginn dieses Jahres. Es darf die Frage gestellt werden, ob wir eigentlich alle verrückt sind? Ein wild gewordener türkischer Despot reglementiert zum Nachteil seiner eigenen Wirtschaft den Tourismus!!. Alles in allem ein Chaos, aber chaotische Zustände haben immer die Chance, durch klare, wertkonservative Politik entzaubert zu werden und das ist das, wofür wir kämpfen müssen.

Bilder: @worldeconomy @depositphotos

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