Gastkommentar. Präsidententreffen in Helsinki - ein Treffen ins Schwarze?

Montag, 16. Juli 2018

Es hat den Anschein, als führe Trump das alte und bekannte diplomatische Spiel weiter, was schon in der Ära Reagan praktiziert wurde.

In der einen Hand eine Waffe und die andere Hand zur Versöhnung ausgestreckt - Politik der Stärke, aber bereit zu verhandeln. Man erinnere sich an den NATO-Nachrüstungsbeschluss.

Ob aber die Waffe heute noch weiterhin als das Sinnbild wirklicher politischer Stärke gelten kann, darf bezweifelt werden. Man kann den American Way of Life niemandem mehr als das große Los verkaufen. Das war einmal. Die innere kulturelle Aushöhlung der USA durch fortlaufende ethnische Überfremdung sowie die Aufgabe eigener volkswirtschaftlich tragender Produktion zugunsten Chinas und anderer Importeure bei gleichzeitiger militärischer Hochrüstung und irrsinniger Staatsverschuldung bei privaten Banken hat die Bedeutung des Dollars als Reservewährung der Welt vollkommen konterkariert. Die Herrschaft der Weißen im Weißen Haus wird allmählich brüchig. Aber das neue Bunte verspricht weder Sicherheit noch Beständigkeit, weder staatliche Einheit noch europäischen Kulturerhalt. Und Gerechtigkeit und inneren sowie äußeren Frieden schon garnicht, denn der in den USA und Europa herrschende Kulturmarxismus hat längst gezeigt, aus was für einer bösartigen Alchimistenküche er stammt. Und man kann eben mit bankenfinanziertem, also faktisch privatisiertem Militär, bei niemandem mehr einen staatsmännischen Blumentopf gewinnen. 

Das ist unglaubwürdig. 

Das Ganze NATO-Gehabe ist nur noch Machtkulisse, die in dem Moment zusammenfällt, wo tatsächlich die Einsicht zu blockübergreifender Verständigung jenes überholte Modell ablöst, was die angloamerikanische Achse mehr als 100 Jahre am Leben erhalten hat. Seemacht kontra Landmacht ist obsolet geworden. Die neue Seidenstraße muß von niemandem als Drohung aufgefaßt werden und die Shanghai-Bank oder der in Planung befindliche interozeanische Kanal in Nicaragua auch nicht. Man muß sich keine Einflusssphären mehr sichern, da die Absicherung dieser Sphären volkswirtschaftlich nicht mehr finanzierbar und weltwirtschaftlich nicht notwendig ist. Wer Globalisierung predigt, der muß eben alle einbeziehen und darf auch keine Gesinnungshoheit für ein eigenes, privates Verwertungssystem namens "Demokratie" mehr für sich beanspruchen, das er als Exportprodukt mit Profitaussicht exportiert. Der Weltmarkt muß ebenso  vielgestaltig bleiben wie die Welt weiterhin Nationenvielfalt braucht. Wer das kontrollieren und abschaffen will, zeigt seinen totalitären Anspruch.

Und eines müßte klar sein: Das Zeitalter der Waffenkonfrontationen, aus denen neue geopolitische Konstellationen hervorgingen, ist seit 1945 vorbei. Deshalb ist es jetzt auch an der Zeit, die unter Verschluss liegenden Siegerakten von 1945 freizugeben und die deutsche und damit gleichzeitig auch die europäische Frage zu lösen. 

Die Zeit ist überreif dafür. Durch die ebenfalls auf Grund privater Interessen in Gang gesetzte Masseneinwanderung sowie die EU-Schuldenmacherei wird dies noch dringender als zuvor. Das alles muß man in einem Kontext sehe, denn: Privatisierung stürzt die Welt ins Unglück. Sie produziert einen neuen Feudalismus.

Von Ulrich F. Sackstedt, Autor

Bilder: @depositphotos

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