Fatima Qoba aus dem Jemen: zwölf Jahre, zehn Kilogramm. Gastkommentar

Montag, 18. Februar 2019

Haben die Teilnehmer der Münchner „Sicherheitskonferenz“ einen sofortigen Stopp des mörderischen Stellvertreterkriegs im Jemen gefordert, um Fatima am Leben zu erhalten?

Von Rudolf Hänsel

Haben die 600 – zum Teil „hochrangigen“, bestens abgesicherten und bewirteten – Teilnehmer der sogenannten Sicherheitskonferenz in München am vergangenen Wochenende eine sofortige Beendigung des mörderischen Kriegs im Jemen gefordert – oder überhaupt über dieses vor unseren Augen stattfindende Menschheitsverbrechen gesprochen? Insgesamt werden mehrere Millionen (!) Kinder und Erwachsene im seit Jahren andauernden Krieg zwischen einer von Saudi-Arabien geführten Koalition und den Houthis vom Hunger und von Krankheiten bedroht. Ich habe nichts Entsprechendes gehört oder gelesen. Welche Farce dann das Motto dieser millionenschweren Veranstaltung: „Frieden durch Dialog“.

Bereits vor über eineinhalb Jahren erwartete die UNO im Jemen den Hungertod von sieben Millionen Kindern und Erwachsenen. Die größte Hungersnot, die die Welt seit Jahrzehnten erlebt hat. Und was ist seither geschehen? Was hat die Weltgemeinschaft unternommen, dieses massenhafte Sterben zu beenden? Deutschland und viele weitere Staaten haben das Gegenteil getan: sie haben Beihilfe zum Genozid im Jemen geleistet. Unsere Regierung hat saudische Soldaten bei der Bundeswehr ausbilden lassen und den Saudis Kriegsschiffe (Fregatten) geliefert, mit denen diese die See- und Flughäfen für lebensnotwendige Hilfslieferungen für das verhungernde Volk blockierten.

„Wenn wir uns daran gewöhnen, dergleichen hinzunehmen, gibt es nichts mehr, was wir nicht hinnehmen.“ (Bernd Greiners „Krieg ohne Fronten. Die USA in Vietnam“)

Was also ist zu tun?

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