Gastkommentar. Breites Bündnis für Intoleranz

Freitag, 19. Oktober 2018

Wer Strom in den Leitungen zu speichern vermag, kann auch den Ozean in Flaschen abfüllen, um das Ansteigen des Meeresspiegels zu verhindern.

Wie der grün-faschistische Mainstream seine kulturelle Hegemonie verteidigt und wie die Opfer seiner Gangstermethoden heißen.Der Kampf um die kulturelle Hegemonie nimmt an Schärfe zu, seit diejenigen, die bislang die ungekrönten Könige waren, feststellen mussten, dass an ihrem Thron gewackelt wird. Eine zusätzliche Verschärfung erfährt der Kampf durch die Empörung der Gewaltinhaber, weil der sicher geglaubte Endsieg doch noch so nahe nicht ist, wie es ihnen seit der Jahrtausend- Wende erschien. 

Wer glaubt, dass die Lagebeurteilung aus den Eingangssätzen dieses Aufsatzes meiner Phantasie entsprungen sind, der nehme zur Kontrolle die Eigen-Darstellungen unserer kulturellen Taktgeber zur Hand. Zum Beispiel Klaus Kleber. Er hat ein Selbstzeugnis unter dem Titel Rettet die Wahrheit verfasst. Hierin teilt er unverblümt mit, dass es ihm nicht um abstandhaltende Berichterstattung, sondern um Parteiergreifen für eine – nämlich seine – Wahrheit geht. Bei solcher Gesinnung nimmt es nicht wunder, dass im Fernsehen, einem Medium, das auf dem Niveau von Bilderbüchern operiert, seit Jahren Bildfälschungen an der Tagesordnung sind, um die Schein-Wahrheit von Kleber & Co zu belegen. 

Doch Politik mal beiseite, der eigentliche Kampf ist an der kulturellen Front entbrannt. Die Beteiligten wissen: Wer Herz und Hirn betört, kann Massen nach Belieben lenken. Und: Wer hierbei stört, muss eliminiert werden. Ich werde jetzt einen kleinen Katalog der Opfer öffnen, um Prinzipien und Wirkungen dieses Kampfes zu beleuchten. Die Personen, die ich hierbei ungefragt als Opfer bezeichne, mögen es mir nachsehen. Ich weiß, dass einige von ihnen es strikt ablehnen, in eine Opferrolle zu schlüpfen – sie sehen sich ganz anders, und das ist auch gut so. 

An der Spitze soll Thilo Sarrazin stehen. Er ist Paradebeispiel und Ausnahme zugleich. Sein Millionenseller Deutschland schafft sich ab war 2010 ein Axthieb gegen die Multikuli- Lüge nebst im Gange befindlicher, wenn auch noch verdeckter Massenzuwanderung und deren Folgen. Das Buch kostete den Autor seine Berufsstellung bei der Deutschen Bundesbank und ließ ihn zum medialen Freiwild werden. Die Bundeskanzlerin setzte sich an die Spitze der Denunzianten, indem sie das Buch, das sie nicht gelesen hatte, für nicht hilfreich erklärte. Die Einzelheiten dieser bis dato beispiellosen Kampagne sind in einem weiteren Buch von Sarrazin mit dem Titel Tugendterror nachzulesen. 

Sarrazin ist Musterfall und extraordinär zugleich: Die Medienmacht schaffte durch ihre maßlosen Attacken ungewollt einen Meinungsgiganten, eben diesen Sarrazin. Allein der Kauf seines "nicht hilfreichen" Buches war eine Machtdemonstration der Massen. Doch Mainstream lernt dazu. Sarrazins vorerst letztes Buch Feindliche Übernahme, das vom schädlichen Wirken des Islam in Deutschland handelt, wird vom Groß-Verleger Bertelsmann trotz anderslautendem Vertrag in diesem Sommer abgelehnt. Lieber verzichtet man dort auf ein weiteres Millionengeschäft, als solche Verträge einzuhalten. Zwingt irgendwer die Eigentümerfamilie Mohn? Nein, es geht um die kulturelle Hegemonie. Es geht um den Anspruch, bestimmen zu können, was in diesem Land gesagt werden darf und was nicht. Das Buch erscheint in einem anderen Verlag und wird von Mainstream totgeschwiegen. In der Tat: Es ist für die der Islam gehört zu uns-Lüge nicht hilfreich. 

Charlotte Link: Sie ist mit über 30 Millionen verkauften Büchern Deutschlands erfolgreichste Autorin. In einem Interview im Oktober 2018 sprach sie über die verfehlte Zuwanderungspolitik nach Deutschland und die Unterdrückung von Meinungen hiergegen. Doch wer nun annahm, Deutschlands Kettenbuchläden würden zum öffentlichen Bücher- Schreddern aufrufen, sah sich getäuscht. Kein Blättlein wackelte im Meinungswald. Lieber verschweigen, so lautet die Devise, denn diese hier, die Link, ist wirklich zu prominent und besitzt ein Publikum, dass beim besten Willen nicht eingeschätzt werden kann. Hütet euch also, es aufzuwecken. In Sachen Charlotte Link also nichts – vorerst. 

Monika Maron: Die prominente Schriftstellerin mit einem komplizierten deutsch- deutschen Vorlauf verfügt über eine ganz andere, wenn auch – wie ich vermute – deutlich kleinere Leserschaft. In ihrer Parabel Munin nutzte sie die Kunstfigur eines sprechenden Raben um unangenehmste Wahrheiten über unsere tief gespaltene Gesellschaft zu thematisieren. Das Buch wirkt wie ein nasser Waschlappen. Mainstream wollte dies zunächst als noch hinnehmbaren Scherz abtun, aber als die Autorin mit kaum noch zu missdeutenden Worten auf ihrer Botschaft beharrte, wurde der Ton eisig. 

Uwe Tellkamp: Der Schriftsteller sprach Anfang des Jahres in Dresden auf einer Podiumsveranstaltung nicht nur von der Ungeheuerlichkeit der Massenzuwanderung in unsere Sozialsysteme, sondern auch darüber, dass, wer Kritik übe, in vernichtender Weise stigmatisiert werde. Genau das geschah ihm bereits einen Tag nach Bekanntwerden seiner Ausführungen. Sein Verlag, Suhrkamp in Berlin, kündigte die Zusammenarbeit auf, Buchhändler nahmen seine Werke aus dem Sortiment. In zwei Weimarer Buchgeschäften konnte ich mich hiervon überzeugen. 

Susanne Dagen: Die Buchhändlerin äußerte sich empört über den staatlich geduldeten Vandalismus auf der Frankfurter Buchmesse im Herbst 2017 und initiierte eine einschlägige Initiative, die ungezählte Unterstützer fand. Als sie im Sommer 2018 in Dresden an einer Veranstaltung zum Thema Toleranz und Meinungsfreiheit, die u.a. von der Bundeszentrale für politische Bildung organisiert wurde, teilnehmen wollte, wurde dies verhindert. Maßgebliche Kritik an Dagens Anwesenheit hatte zuvor die linksextreme Amadeo Stiftung geäußert – eine Zuwendungs-Empfängerin des Bundes und des Landes Brandenburg. 

Dieter Stein: Seit Jahrzehnten Chefredakteur eines Wochenblatts mit einer 30.000-er Auflage, der Jungen Freiheit. Nach jahrelangen – wenn auch letztlich gerichtlich unterbundenen – ruf- und geschäftsschädigenden Angriffen durch eine rot-grüne nordrhein- westfälische Landesregierung, die rechtswidrig den Verfassungsschutz auf ihn ansetzte, und nach blindwütigen Attacken durch Antifa-Kommandos kam in diesem Jahr bei der Buchmesse nun ein hinterfotziger Schlag durch die Frankfurter Messeleitung, die Stein und seinen Verlag in einen Tunnel verlegte, in den kein normaler Messebesucher hineingehen würde, weil er in einer Sackgasse endete. Praktizierte Meinungsfreiheit? Wohl kaum. 

Götz Kubischek: Der Verleger wurde vor etwa vier Jahren vom Internet-Monopolisten Amazon mit seinen Büchern aus dem Amazon-Sortiment ausgegrenzt. Sein Vergehen: Kubischeks Antaios Verlag veröffentlicht politische Bücher, die Mainstream auf beiden Seiten des Atlantik nicht schätzt. Das Kalkül ist klar: Wenn Amazon ein Buch als nicht vorhanden bezeichnet, dann ist es auch nicht vorhanden, denn ungezählte Internet-Nutzer bedienen sich bei der Buchrecherche die Maske von Amazon. So wurde ich auf Amazon näher aufmerksam. Auch Amazon hat einen selbstgewählten Kampfauftrag. Wer sich hierüber informieren möchte, der lese eine der beiden einflussreichsten Tageszeitungen der USA, die Washington Post. Diese Zeitung gehört einem gewissen Jeff Bezos. Nie gehört, den 

Namen? Er ist einer der reichsten One Worlder und ein Intimfeind von Donald Trump – und er ist der Eigentümer von Amazon. 

Die Causa Kubischek ist nicht nur interessant, weil sie an David und Goliath gemahnt, sondern sie zeigt den Wert einer speziellen Kampfmethode: Ich spreche vom subversiven Kampf. Im einzelnen: Kubischek foppte den Globalisten, indem er dessen Marktplatz nutzten ließ, wo Drittanbieter die Antaios-Bücher vertrieben. Auf diese Weise gelang sogar ein Amazon-Nummer 1-Bestseller, nämlich das Büchlein von Rolf-Peter Sieferle: Finis Germania, eine eisige Abrechnung mit den deutschen Mainstream-Lügen. Aufgeschreckt durch soviel Erfolg mit ungeliebter Wahrheit, organisierte die Messeleitung der Buchmesse im vergangenen Jahr im Verbund mit dem Frankfurter SPD-Oberbürgermeister Brüllproteste gegen den Antaios-Stand, die schließlich in wohlwollend belächelte Antifa-Gewalttaten übergingen. Zu dumm für die Initiatoren: Die auf diese Weise beabsichtigten Empörungs- Rituale verließen zu einem bemerkbaren Teil den Meinungstunnel und richteten sich gegen die Initiatoren (siehe oben Susanne Dagen).

 

Man kann sich die Erleichterung der Heuchler der Meinungsfreiheit vorstellen, als Antaios in diesem Jahr keinen Messestand anmeldete. Aber ach: Es meldete sich ein bis dato unbekannter Loci-Verlag, der mitten unter den linken Kleinverlagen aufgestellt wurde, direkt gegenüber der taz. Deren Entsetzen ließ sich kaum in Worte fassen, als auf den Brettern, die den Verkauf bedeuten, u.a. das Sortiment von Antaios ausgelegt wurde. Wer lächerlich gemacht wird, zieht gern mal die Notbremse. Im Fall von Kubischek besorgte eine Handvoll von Vermummten das Geschäft, die den Verleger am Samstagabend (13.9.2018) in einem Frankfurter Gartenlokal zusammentraten. 

Siegmar Faust: Seine politische Grundausbildung erhielt dieser ursprüngliche Arbeiterdichter in DDR-Zuchthäusern, nachdem er von der Linie abgewichen war, wie es im SED-Deutsch so trefflich hieß. Bei seinem strikten Anti-Totalitarismus blieb er, was nach der Jahrtausendwende kaum gut gehen konnte. Vor allem wurde ihm übel genommen, dass er keinen Empörungsunterschied zwischen NS-Herrschaft und kommunistischer Herrschaft machte. Damit war klar: Wer so redet, ist ein Nazi-Sympathisant, und wer ein Nazi- Sympathisant ist, ist ein Holocaustrelativierer, wo nicht Leugner. Für diese geisteskranke Ableitung sind Journalisten des Deutschland-Funks verantwortlich. Für Faust hatte das Folgen. Seine Mitarbeit an den Stasi-Knast-Gedenkstätten von Hohenschönhausen und Cottbus wurde Knall auf Fall beendet und er selbst gegen die Denunzianten in eine Endlosschleife geld- und nervenaufreibender Abwehrmaßnahmen gezwungen. 

Vera Lengsfeld: Die Politikerin mit einem wechselvollen deutsch-deutschen Anlauf initiierte eine Erklärung 2018, deren knapper Inhalt die Forderung war, das geltende Recht bei der illegalen Massenzuwanderung wiederherzustellen – eine rechtsstaatliche Selbstverständlichkeit. Zig-Tausende unterschrieben das. Da Mainstream eine solche Eruption schlecht ignorieren konnte, waren Kommentare unausweichlich: Sie changierten zwischen nicht bei Trost und Nazi. 

Hubertus Knabe: Der Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen wurde vor die Tür gesetzt, weil eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Stiftungsrat nicht mehr möglich sei. Man will das gerne glauben, denn Knabe ist seit fast drei Jahrzehnten damit aufgefallen, dass er Ross und Reiter der wechselseitigen Unterstützung von Bundesrepublik (alt) und DDR-Regime beim Namen genannt hat. Ein halbes Dutzend Bücher gibt hierüber Auskunft – auch darüber, wie die Betroffenen weitermachten. Kaum einer ist bei der linken Schickeria so verhasst wie er. Jetzt war willkommen, dass eine anonyme Praktikantin einem anderen Mitarbeiter der Gedenkstätte einen sexuellen Übergriff vorwarf. Folglich, so seine Verfolger, habe der Leiter der Gedenkstätte seine Aufsichtspflicht verletzt. 

Verteidigungsmöglichkeit? Keine. Verantwortlich für diesen Streich: Das Bundeskanzleramt (CDU) im Zusammenwirken mit dem Leiter des Stiftungsrats (Die Linke). 

Das mag genügen. Der Leser, der jetzt sagt: Aber davon weiß ich ja gar nichts, der ziehe die Konsequenzen: Er überprüfe seine Nachrichtenquellen. Er mag zudem den Text an andere, die auch noch nie etwas gehört haben, weitergeben. So etwas nannte man in der totalitären Sowjetunion Samisdat. 

©Helmut Roewer, Oktober 2018 

Bilder: @depositphotos

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