Revolte im Führer-Kongress

Freitag, 1. März 2019

Eigentlich ist man gut beraten, sich die widerlichen Bilder aus amerikanischen Kongressausschüssen nicht anzutun.

Eigentlich ist man gut beraten, sich die widerlichen Bilder aus amerikanischen Kongreßausschüssen nicht anzutun.

Revolte im Führer-Kongreß

Von Willy Wimmer

Warum CNN und BBC mit ihren noch infameren Diskussionsrunden ansehen, wenn man sich die Reste von  Glauben an irgendetwas noch bewahren will? Das Auftreten des ehemaligen Trump-Anwaltes vor einem Kongressausschuss konnte jedem Betrachter gleichsam „den Rest“ geben. Man kann sich auch nicht abwenden und der Ansicht frönen, daß dies eben Amerikaner in einem Anwalts-Staat „gleichsam unter sich sind“. Weinerlichkeit, wenn man erwischt worden ist und Bigotterie, wenn man sich auf irgendwelche „Werte“  beruft, die längst schon „zu Tode geritten“ worden sind. Dennoch wäre das sich-angewidert-abwenden der schlechteste Rat, dem man einem Beobachter außerhalb der USA nahelegen könnte. Man muß sich das ansehen, um sich eine Vorstellung davon zu machen, was dem eigenen Land blühen kann, wenn die in Washington schon aus diesen Anlässen übereinander herfallen, wie es die Cohen-Anörung zeigt. Das ist die „Werte-Gesellschaft“, die nach Presseberichten MdB Sigmar Gabriel und MdB Norbert Röttgen demnächst als deutsche Co-Vorsitzende der „Atlantik-Brücke“ als verlängerter Arm hier repräsentieren wollen oder sollen. Da beide Herren außenpolitisch engagiert sind, hat das für die Welt den Vorteil, daß sie sich in Deutschland jene Gesprächspartner aussuchen können, die dieses US-Label nicht am Revers tragen.

Natürlich geht es gegen den Präsidenten mit dem Namen „Trump“, nicht als Vertreter alter weißer Männer, sondern zudem mit schottisch-deutscher Herkunft belastet. Amerikanischer Ausbund der „Hunnen“ in den Augen der vor Jahrzehnten hoch-gerühmten wasp-Eliten in USA und schlimmer geht es nicht. Diesem Umstand müßte man noch nicht einmal mit Neugier begegnen. So sind sie halt, die Cowboys. Auch dieses Denken ist das letzte, das man sich hier erlauben kann. Die Frage nach dem „warum“ ist leicht zu beantworten. Gegen Präsident Trump steht das kriegs-geile Politik-Pack, das die Welt seit dem Gleiwitz-Krieg vor genau zwanzig Jahren gegen Jugoslawien mit mörderischen Kriegen überzogen hatte und hat. Die Welt weiß hinlänglich genug und wir in Deutschland wissen es spätestens seit Versailles, daß die USA „Krieg können“. Jetzt versucht es ein US-Präsident mit Frieden und diese Mischpoke, die die Welt ins Elend stürzt, versucht mit allen Mitteln, ihn aus dem Amt zu kippen. Wenn diese Kräfte Erfolg haben:  was dann? Dann werden sie ihr Kriegshandwerk wieder fröhliche Urständ feiern lassen und von den Merkels und Macrons dieser Welt bejubelt, die im politischen Kontext den Präsidenten Trump verabscheuen, wie es politisch nicht schlimmer gehen kann. Wenn Trump stürzt, gilt in der Frage, ob es Krieg gibt, der alte Satz, daß“ die Würfel gefallen“ sind.

Bilder:@depositphotos

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