Trumps Wahlsieg - Die Rückkehr der Frauen in die Familie

Mittwoch, 9. November 2016

Der Rothaarige hat’s drauf!

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Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich Trumps Wahlsieg in einem Artikel für das Informations-Portal World Economy voraus gesagt. Der Titel war: „Rothaariger Trumpf… Bzw. Trump.“ 

Alles in allem war es eine der ersten Prognosen in Europa, die von den anderen Experten sofort mit Ablehnung und sogar mit Häme überzogen wurde. Ich blieb bei meiner Meinung und wartete ab. 

Dmytry Vydrin, Schriftsteller, Philosoph

Und da ist es nun. Mit seiner nostalgischen Sturm- und Ponyfrisur, die sich bei meinen „stylischen“ Freunden in den siebziger Jahren höchster Beliebtheit erfreute, mit seinem verkniffnem Blick, hat es Trump - dem wahnsinnigen Widerstand der amerikanischen Elite zu trotz - auf den Gipfel des Amerikanischen Traums geschafft. Sogar noch höher, als die Trump Towers. Der Rothaarige hat’s drauf! Jetzt werde ich plötzlich von allen Seiten gefragt, nach welcher Methode ich meine Prognose erstellt habe, welche Fakten habe ich mit einbezogen, welche verworfen… In Wirklichkeit ist alles viel einfacher, als es erscheinen mag. Ich zählte nicht die konservativen oder die liberalen Unterstützer ab, teilte nicht in weiß und schwarz, gelb und regenbogenfarben. Ich las keinen Unsinn über den Kampf der Globalisten gegen die Isolationisten, Rothschilds und Rockefellers, das FBI, die CIA und andere Perversitäten. Ich betrachtete nicht mal den Sexismus des Onkel Donald und die rosa Strähnchen des alten Mädchens Hillary. Ich verglich einfach - entschuldigt die Tautologie - ganz einfache Sachen. 

Erstens: Die Welt sehnt sich nach Natürlichkeit, Echtheit (ich schrieb darüber unlängst, bei meiner vorherseherischen Prognose des Wahlausgangs in Moldawien). Und für sein Land ist Trump das Natürlichste der Welt, ausgehend von seinen Plänen, Wünschen, seinem Verhalten und den wichtigsten Instinkten. Ich rechnete sogar nach: Mit all seiner Metallkeramik, Titangelenken, der Haarfarbe und dem Silikon, hat er immer noch drei mal weniger künstliche „Optimierungen“ als seine Opponentin. Und die Menschen - die Wähler - sie fühlen diese Falschheit mit dem Herzen.

Zweitens: Die Welt steht an der Schwelle zu großen Herausforderungen. Die Lebensumgebung wird zunehmend muskulöser. Die Nuller-Jahre, als kleine, unwichtige, regionale Konflikte von kleinen, unwichtigen, regionalen Führern oder Führerinnen - ob nun in Hose oder Rock - gelöst werden konnten, sind vorbei. Die neuen, starken Herausforderungen verlangen nach starken Männern. Daher gewinnen in so großen Ländern, wie die USA, ebenso, wie in den kleinen Ländern, wie Moldawien und Bulgarien, unweigerlich Männer mit markantem Kinn. Was ist mit den Politikerinnen, mit den Frauen in der Politik, werden sie mich fragen. Sie werden zu ihren Familien zurück kehren. Dem Himmel sei Dank! 

Drittens: Das Portal World Economy hat sich vor einem Jahr getraut meine Prognose zu veröffentlichen. Und was sind die Herausgeber doch für schlaue Bestien. Sie wissen immer etwas im Voraus, aber lassen ihren Autoren den Vortritt dabei ihren Ruf zu riskieren. Aber - macht nichts. Es ist auf jeden Fall besser den Ruhm zu teilen, als die Ehrlosigkeit. 

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