Transatlantik-Koordinator zum Ausgang der US-Wahlen

Mittwoch, 9. November 2016

Dazu gehören die Stabilisierung der Lage in Syrien und im Irak, die Umsetzung des Minsk-Abkommens in der Ukraine aber auch der Umgang mit Russland.

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Zum Ausgang der Wahlen in den USA sagte Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Jürgen Hardt, heute:

Das amerikanische Volk hat gewählt. Dem Wahlsieger Donald Trump gratuliere ich herzlich. Mit dieser Wahl geht ein beispielloser Wahlkampf zu Ende, der die amerikanische Gesellschaft tief gespalten hat. Dem neu gewählten Präsidenten kommt die große Aufgabe zu, diese Spaltung zu überwinden. Die versöhnlichen Töne von Donald Trump in seiner Rede heute Morgen weisen in die richtige Richtung. Offenbar hat Donald Trump mit seinem Wahlkampf Themen angesprochen, die einen Großteil der amerikanischen Bevölkerung bewegen. Dies gilt es anzuerkennen. Ich wünsche ihm eine glückliche Hand und Gottes Segen bei den kommenden herausfordernden Aufgaben.

Die transatlantische Partnerschaft ist und bleibt ein unverrückbarer Pfeiler der deutschen Außenpolitik. Ich bin mir sicher, dass auch Präsident Trump sich sehr rasch der Bedeutung der transatlantischen Partnerschaft bewusst sein wird und sie als ein ganz wichtiges Instrument im Interesse der US-amerikanischen Außenpolitik zu nutzen weiß. Hierzu zählt insbesondere auch die enge Zusammenarbeit im gemeinsamen NATO-Bündnis. Wir werden der neuen US-Administration die Hand ausstrecken und hoffen, an die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der letzten Jahre anknüpfen zu können.
Die Notwendigkeit für uns Europäer und speziell für uns Deutsche, mehr Verantwortung zu übernehmen und mehr in die Waagschale zu werfen  – im gesamten Instrumentarium der Außen- und Sicherheitspolitik – wird unter Präsident Trump weiter zunehmen. Die globalen Entwicklungen werden auch weiterhin die Themen vorgeben, die unsere Zusammenarbeit in den kommenden Monaten bestimmen. Dazu gehören die Stabilisierung der Lage in Syrien und im Irak, die Umsetzung des Minsk-Abkommens in der Ukraine aber auch der Umgang mit Russland.

Quelle: www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Meldungen/2016/161109-Ko_TRA_Wahlausgang.html