Politisches Telegramm. M7 muss kommen


Donnerstag, 5. September 2019

Dr. Norbert van Handel:“Unrealistische Zukunftsvisionen? Vielleicht. Aber was einmal gedacht wurde, wird meist auch umgesetzt, daher muss es auch versucht werden“


M7 muss kommen


Von Dr. Norbert van Handel
Jeder vernünftige mitteleuropäische Politiker muss M7 fordern. Was ist das?
Es sind die Kernstaaten Mitteleuropas, die Jahrhunderte miteinander verbunden waren: Österreich, Ungarn, Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Slowenien und Kroatien. Nur diese, im weitesten Sinn konservativen christlichen Staaten, können die Entchristlichung der EU, die ungebremste Einwanderung von Menschen aus Afrika und Mittel-Ost und ihren völlig anderen Kulturen bekämpfen. Ob das alles noch verhinderbar ist, ist ohnehin die Frage. Diese Länder müssen aber in wichtigen Fragen in der EU mit einer Stimme sprechen, um nicht völlig aufgerieben zu werden.
Freilich gehörten Triest, Venedig, Mailand und Florenz auch dazu, jedoch muss dazu erst die politische Stabilisierung Italiens abgewartet werden.
Selbstverständlich würden wir uns auch über Württemberg, Bayern und Sachsen freuen, aber da wird es noch schwieriger sein Verständnis in einer deutschen Bundesregierung zu finden, die ohne alle Werte dahintaumelt.
M7 könnte sich später sukzessive zu M8, M9 und mit Bulgarien und Rumänien, allenfalls der Ukraine und auch den südöstlichen Balkanstaaten (Serbien und Nachbarn), zu M... entwickeln.
Unrealistische Zukunftsvisionen? Vielleicht. Aber was einmal gedacht wurde, wird meist auch umgesetzt, daher muss es auch versucht werden.
Politisch werde ich mich jedenfalls für M7 mit aller Kraft einsetzen.

M7 hätte auch die Aufgabe die kleinteilige Landwirtschaft Mitteleuropas versus den großen Agrarindustrien im Norden zu stärken.
Im Mittelpunkt muss der selbstständige Landwirt stehen, der seinen Stolz nicht verlieren und nicht als Subventionsempfänger degradiert werden darf.
Bauern produzieren Lebensmittel und Kulturlandschaft und erkennen auch Tiere als wichtigen Bestandteil der Schöpfung.
Konsumenten wollen gut essen, werden aber durch die Importe fragwürdiger Lebensmittel, die in Supermärkten billigst flächendeckend angeboten werden, verführt. Sie verstehen nicht mehr, dass Nahrung ein kostbares Gut ist, für das man auch zu zahlen hat. Mit schlechten Nahrungsmitteln immer fetter zu werden, was gleichzeitig die Gesundheitspolitik immer mehr verteuert, kann nicht der richtige Weg sein.
Qualität braucht ihren Preis.
Ob die Agrarpolitik insgesamt in der EU gut aufgehoben ist, darf bezweifelt werden – ein Herauslösen wird schwierig sein.
Nur wenn M7 mit einer Sprache spricht, wird man aber sukzessive Verbesserungen der Situation erreichen können.
Ein langer Weg? Ja, sicherlich und auch ein mühsamer, aber er muss gegangen werden.

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