Mehr Geld für Kriege, die wir nicht wollen

Dienstag, 10. Juli 2018

Trump scheint ein amerikanischer Wiedergänger aus der griechischen Mythologie zu sein. Er ist da, aber man wird nicht schlau aus ihm.

Möglich ist auch, daß man den Europäern und damit den Deutschen seit Jahrzehnten verheimlich hat, was eigentlich in den Vereinigten Staaten politisch, gesellschaftlich sozial und wirtschaftlich so alles los ist. Es soll wohl nach dem Vorbild der Staatsmedien-Berichterstattung von ARD und ZDF nur das rüberkommen über den Atlantik, was uns vor der amerikanischen Macht und Größe erschaudern läßt. Amerikanische Senatoren werden regelmäßig bei der Münchener Kriegskonferenz wie „Halbgötter“ empfangen. 

Jetzt aber kommt „Gott“ höchstselbst, das Oberhaupt der ehemaligen „westlichen Wertegemeinschaft“, die längst zur „westlichen Tätergemeinschaft“ verkommen ist, wie ein Zeitgenosse unlängst schrieb. Der Flitter ist seit dem Jugoslawien-Krieg völlig abgeräumt und nur noch die harten Knochen der global ausgreifenden amerikanischen Kriegsmaschinerie sind erkennbar. Es kommt mit Präsident Trump zu diesem NATO-Gipfel kein Partner oder ein Freund, es kommt der Lehnsherr, der Tribut einfordert, ungeschminkt und brutal. 

Wofür sollen wir unser Steuergeld denn zahlen?  

Im Größenordnungen wohlgemerkt, die die Verteidigungsausgaben anderer Staaten heute schon um irre Summen überschreiten? Für Kriege, zu denen wir in der NATO oder in der EU im Interesse Dritter, sei es der Angelsachsen oder der Franzosen, gezwungen werden?

Die deutsche Beteiligung an diesen Kriegszügen ist nur deshalb möglich, weil unsere Regierungen seit 1999 und dem Krieg gegen Jugoslawien auf dem „Verfassungsauge blind“ sind. Jetzt sollen diese Ausgaben auf gigantische Höhen getrieben werden. Das macht ein Land wie Deutschland, in dem die Lehrer  an unseren Schulen für die Sommerpause in die Arbeitslosigkeit geschickt werden, weil der Staat sich wie ein gemeiner Lump verhält. Und wofür? Um einen Aufmarsch gegen Russland zu finanzieren, den niemand in Deutschland und Europa, bis auf einige durchgeknallte Osteuropäer, will. Einen Aufmarsch wohlgemerkt, den die amerikanische Kriegskoalition aus Demokraten und Republikanern seit langem und nicht nur unter Obama vorbereitet hatte. Dieses andere Amerika, von dem sich Präsident Trump so gerne und so begründet absetzen will, hat den gesamten Westen in die Misere gestürzt und die USA zuallererst. Präsident Trump ist vielleicht die letzte Rettung für ein Land, das alles und damit zuviel dafür getan hat, die Weltherrschaft anzutreten. Man hat sich übernommen und steht vor dem Bankrott und will jetzt vor dem „Deal“ mit Präsident Putin noch deutsches Geld, um überhaupt sich noch über Wasser halten zu können. Diese NATO ist nur noch gelebte Bewusstseinsspaltung und unsere Bundeskanzlerin ist gegenüber Präsident Trump in einer Weise beflissen wie es jemand nur sein kann, der in einem anderen Lager fest verankert ist.

Willy Wimmer, 10. Juli 2018, Bodensee

Bilder: @depositphotos

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