Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin!

Donnerstag, 10. August 2017

Soll ich mich besonders geehrt fühlen, da Sie mich mit einer persönlichen email ansprechen? Ich weiß es, ehrlich gesagt, nicht. So leicht regiert man eben einen Staat nicht, Frau Merkel...

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Lassen Sie uns einmal über das hinaus, was sie in Ihrem Wahlwerbeschreiben ansprechen, die Punkte beleuchten, die dort nicht zur Erwähnung kommen. Ich zitiere aus einem Bericht, den ich heute von einem politischen Magazin im Internet zugesandt bekam. Die Quelle kann ich Ihnen gern per Nachfrage nennen, wollte sie aber zunächst weglassen, um möglichen Vorurteilen vorzubeugen. 

"Von Seiten deutsche Behörden wird im zweiten Halbjahr 2017 mit einem Anstieg unerlaubter Einreisen von Asylsuchenden gerechnet, wie eine aktuelle Analyse des Gemeinsamen Analyse- und Strategiezentrums illegale Migration (GASIM) feststellt, die als internes Papier der »Welt« vorliegt. Im GASIM tauschen mehrere Behörden wie die Bundespolizei, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Bundesnachrichtendienst und das Auswärtige Amt ihre Erkenntnisse zu Migrationsbewegungen aus. Die Analyse stellt fest: »Mehrere Indikatoren lassen einen Anstieg der illegalen Migration nach Deutschland in der zweiten Jahreshälfte erwarten.« Dafür sollen laut Bericht unter anderem die Fluchtwelle über das Mittelmeer und das Erreichen der Kapazitätsgrenze in Italien sorgen. An den italienischen Häfen kamen in diesem Jahr bereits mehr als 95.000 Asylsuchende aus Afrika an, wodurch sich das Land mit der Lage immer mehr überfordert fühlt. Es wird davon ausgegangen, dass es innerhalb der EU zu Umverteilungen kommt. In Deutschland sei die Zahl der registrierten illegalen Grenzübertritte zuletzt gegenüber dem Vorjahr gesunken. Im ersten Halbjahr 2017 registrierte die Bundespolizei 24.750 Fälle, in denen Menschen unerlaubt einreisten oder dies zumindest versuchten. Ein Großteil der Menschen stellte nach der Ankunft einen Asylantrag. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 129.315. Im ersten Halbjahr kamen laut dem BAMF durch illegale Migration rund 90.400 Ausländer neu nach Deutschland. Allerdings lag 2016 weitrer deutlich über dem Niveau des Vergleichszeitraumes im Jahr 2014."

Dieses Thema ist es vor allem, welches viele Deutsche bewegt, auch diejenigen, die aus Angst vor Arbeitsplatzverlust oder Ansehensverlust unter linksliberalen Nachbarn darüber lieber schweigen. Dieses Thema ist es auch, was frühere CDU-, aber auch SPD-Wähler dazu bewegt, ihre Stimme der Alternative für Deutschland zu geben, weil diese sich den auf den Nägeln brennenden Themen eben nicht verschließt. Daß sie sich dafür den Vorwurf des Populismus machen lassen soll und ihre Vertreter als "Nazis" beschimpfen lassen muß, ist ein an sich schon in einer Demokratie unhaltbarer Vorgang. Grund für das Abwandern der Wählerstimmen ist die seit einigen Jahren mehr und mehr zunehmende Tendenz, daß die CDU/CSU politische Positionen des linken Lagers übernimmt und dies dann unter dem Begriff "modern" an die Wähler verkauft. Der ebenso inflationäre wie fehlerhafte Umgang mit den Begriffen Toleranz und Vielfalt ist dabei der Trick, mit dem man die Wähler einkaufen will. Toleranz gibt es nur nach links und Vielfalt bedeutet im Grunde die Aufgabe fast aller traditionellen Werte. Das werfen uns inzwischen sogar die Moslems vor.

Sie machen sich lustig über die deutsche Kinderlosigkeit und prangern den Verfall der Sitten an, mit Recht, wie ich meine. Sie werden dieses Land in 10 bis 15 Jahren erobert haben und sich nicht mehr darum kümmern, daß sie einst als das Wählerpotential der Linken in das Innerste dieses Staates vorgedrungen sind, um hier den Islam an die Stelle des Christentums zu setzen. Sie werden auf Werte wie Frauenrechte, Gleichberechtigung, europäisches Rechtsverständnis und sexuelle "Buntheit" pfeifen und uns zeigen, wo der islamische Hase läuft. Mit dem Abrücken von patriotischen und konservativen Positionen entsteht eine Situation, in der die CDU/CSU mit der SPD und z.T. mit der Partei "Die Linke" um Einstellungen wetteifert, wie man diesen Staat vollständig verändern kann, statt sich auf ihre seit Jahrzehnten bestehenden Grundpositionen zu besinnen, die dieses Land einst zu einer stabilen Republik gemacht haben. Konrad Adenauer, Theodor Heuss, Kurt Schumacher u.a. würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie dies erführen. Der Austritt Erika Steinbachs mag hier beispielhaft für viele genannt sein, die ihre politische Heimat verloren haben, weil sie der CDU/CSU keine Zukunftsfähigkeit im Sinne eines verantwortlichen Umgangs mit dem jahrhundertealten deutschen Erbe zutrauen und mit dem, was uns mit der deutschen Rechtstradition und den sozialen Errungenschaften des 19. Jahrhunderts sowie den enormen wirtschaftlichen Leistungen der Gründerzeit einst unsere Vorväter aufgaben, so sorglos und interesselos umgehen, als handele es sich Korrekturen in Schulaufsätzen.

Anknüpfend an das obige Zitat aus dem Internetbericht mache ich Ihnen den konkreten Vorwurf, daß Sie diese fatale Entwicklung durch ihre Entscheidung vom 4.9.2015 , mit der Sie sich über die Strategie und den Einsatzbefehl des obersten Kommandeurs der deutschen Grenztruppen hinweggesetzt und dadurch eine Masseneinwanderung ausgelöst haben. Sie wissen so gut wie ich, welche kriminellen Elemente wir uns seitdem in unser Land geholt haben, und das ohne Not, denn der überaus größte Teil der Hereinströmenden ist weder akut in seiner Existenz bedroht, noch gibt es einen Grund für ihn, die Heimat zu verlassen. Man nennt diese Personen Wirtschaftsflüchtlinge und sie sind es, die das Asylrecht massenhaft mißbrauchen. Ein Riesengeschäft für Schlepperbanden zudem, welches Sie dadurch ermöglich haben und bei unseren europäischen Nachbarn verständlicherweise auf wenig Zustimmung stießen.

Die Geldmittel, die diesen sogenannten Asylsuchenden von unseren Steuergeldern inzwischen zufließen oder auch durch neue Schuldtitel bei privaten Banken beschafft und damit unseren Kindern und Enkeln aufgebürdet werden, sind ein Schlag ins Gesicht für die Millionen von Kleinrentnern, und für alle, die durch die Euro-Umstellung einen beträchtlichen Einkommensverlust hingenommen haben und sich praktisch nichts mehr erlauben können. Die Fehler der Regierungen Kohl und Schröder haben Sie jedenfalls nicht korrigiert. Der Euro ist für die meisten eben ein Teuro geworden. Italien und Griechenland sind nun die Länder, die sich selbst, Europa und damit auch uns vor einer weiteren Flut von aus Afrika und Asien Hereinströmenden schützen wollen und schützen müssen.

Meine gute Verbindung zum österreichischen Außenminister Sebastian Kurz erlaubt es mir, Ihnen den Unterschied zwischen seiner und Ihrer Politik, Frau Merkel, ganz beiläufig zu erwähnen. Vor allem Dingen geht es auch darum, daß Europa niemals - heute nicht und auch zukünftig nicht - die Fehler der quasi-feudalistisch geführten afrikanischen Länder wird ausgleichen können. Auf die Fehlentwicklungen in Afrika - was seinen ungezügelten Nachwuchs, was seine mangelnde Verantwortungsbereitschaft seiner Jugend gegenüber und den mangelnden Aufbau funktionierender Volkswirtschaften betrifft - habe ich Herrn Nooke, Ihren persönlichen Afrika-Beauftragten in einem Schreiben vor kurzem hingewiesen. Daß ich damit nicht falsch liege, bestätigen mir die Herren Volker Seitz, früherer deutscher Botschafter in Kamerun (und Buchautor)  sowie Herr Asfa Wossen Asserate, Deutsch-Äthiopier seit Jahrzehnten und Großneffe des Kaisers Haile Selassie, die ich beide zu meinen Bekannten zähle und aus persönlichen Gesprächen kenne.

Frau Merkel, ich appelliere an Sie:

Versuchen Sie alles, die tiefe Spaltung Deutschlands zu beseitigen, die durch Ihre polarisierende Politik entstanden ist und erkennen Sie, daß unser Land eine Zukunft haben muß, für die es sich lohnt zu leben. Warum sollten wir denn auch eine kleine Kopie der USA werden, wo sich eingewanderte Ethnien in Ghettos abschotten, wo Straßenkämpfe von schwarz gegen weiß an der Tagesordnung sind und wo ein immer mehr wachsender Anteil der Gesellschaft in Armut versinkt, weil die Präsidenten sich offensichtlich nicht für das Wohl des Volkes interessieren? Herrn Soros zuliebe etwa, einem Mann, der durch seine spekulativen und von persönlichen Motiven getragenen Manipulationen bei Regierungen und Staaten bekannt ist? Solche Zustände brauchen wir wahrlich nicht und Deutschland ist dieser auch nicht würdig.

Vor allem können wir unsere geistigen und volkswirtschaftlichen Leistungen, an die die Welt gewöhnt ist, die uns berühmt und bewundert gemacht haben und die unsere Existenz bedeuten, nicht mißachten, indem wir uns einer intellektuellen Mittelmäßigkeit anheim geben und unsere Intelligenz in die USA auswandern lassen, weil sie hierzulande keine adäquate Bezahlung erfährt. Insofern ist Ihnen gegenüber auch Kritik an der Reform des Bildungswesens zu äußern, mit der ich mich mit meinem Bekannten Dr. Josef Kraus vom deutschen Lehrerverband einig weiß. Ein letzter Punkt ist die prekär zu nennende Rußland-Politik dieses von Ihnen geführten Landes, die auch nicht dadurch besser wird, daß Herr Gabriel auf die neuen Sanktionen aus den USA schimpft, auf die auch die EU eingestiegen ist. Eine Trennung Deutschlands von Rußland und damit von unseren europäisch-asiatischen Partnern schlechthin, ist politisch unklug, auch wenn sie seit über 100 Jahren Handlungsmaxime eines neiderfüllten neoliberalen Lagers in den USA ist. Durch die engen Beziehungen unserer Vorfahren, durch den gemeinsamen geografischen Raum und vor allem auch durch die Geschehnisse des 2. Weltkriegs hat Deutschland eine besondere Verantwortung - auch im Hinblick auf Mitteldeutschland, eine von fremden und leicht durchschaubaren Interessen getragene Politik zu vermeiden und eigene neue Wege mit Rußland zu gehen. Gehen Sie endlich auf Herrn Putin zu und spielen sie die Karte aus, die unsere deutschen Interessen nach vorn bringen wird. Sie werden inzwischen gemerkt haben, daß im Westen außer großen Worten und heißer Luft nicht mehr viel zu holen ist. Die Weiterstationierung von rund 70.000 amerikanischen Soldaten auf unserem Grund und Boden entbehrt nach 1990 jeder Grundlage, ist ein Anachronismus und beschädigt nicht nur den Grundsatz der Freiheit der Völker, sondern auch unser Ehrgefühl. Sie wissen, wozu die Basis in Ramstein benutzt wird und wie sehr dies alles auch den in der UN-Charta verankerten Grundsatz des Gewaltverzichts konterkariert.

Nein Frau Bundeskanzlerin, bevor Sie mich wieder mit solchen einseitigen Darstellungen überraschen, machen Sie bitte Ihre Hausaufgaben und lassen Sie auch Ihre Minister deren Aufgaben machen. Vor allen Dingen muß Schluß sein mit der Toleranz gegenüber linksfaschistisch agierenden Gruppen wie der sogenannten Antifa, der man staatlicher Seitens nichts Erkennbares in den Weg legt, Veranstaltungen des politischen Gegners - der AfD - buchstäblich auseinanderzunehmen und deren Anhänger und Vertreter durch schlimmste Beleidigungen, durch seelische und auch körperliche Gewalt sowie schwere Sachbeschädigungen einzuschüchtern, wo es nur geht. Hier hätte unser Staat, wenn er sich Rechtsstaat nennen will, längst eingreifen und diesem Treiben durch entsprechende verwaltungsrechtliche und polizeiliche Regelungen ein Ende setzen müssen.

Dies hat unlängst erst wieder die blamable Situation in Hamburg gezeigt. So leicht regiert man eben einen Staat nicht, Frau Merkel...

Mit freundlichem Gruß 

Ulrich F. Sackstedt (70)

(Orthographie und Interpunktion des Autors wurden beibehalten)

Bilder: @depositphotos

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