Kontrovers: Das Märchen von der Integration?

Mittwoch, 19. Juli 2017

Roland R. Ropers: ''Die muslimische Weltsicht verändert Deutschland. Zu diesem Kulturwandel hat die seit 2005 amtierende Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel maßgebend beigetragen''

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Weit über 12 Millionen Menschen aus vielen Nationen sind in den letzten Jahrzehnten in Deutschland eingewandert, haben hier Arbeit und ihr neues Zuhause gefunden, haben in eigener Initiative die für sie fremde Sprache erlernt und die Werteordnung Deutschlands respektiert. 

Roland R. Ropers, Sprach- & Kulturphilosoph

Chinesische Restaurantarbeiter, Künstler und Wissenschaftler aus vielen Ländern, um nur einige Berufsgruppen zu nennen, beanspruchen keine Sonderbehandlung – ein Bundesamt für Migration war bis vor kurzem nicht vonnöten.

Die muslimische Weltsicht verändert Deutschland. Zu diesem Kulturwandel hat die seit 2005 amtierende Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel maßgebend beigetragen. Eine Ausnahme in der islamischen „Community“ sind die Iraner, die gebildete Schicht der vor dem persischen Schah, dem Islam und Ayatollah Khomeni Geflüchteten.

Nach 12 Jahren Islampolitik der verschiedenen Merkel-Regierungen muss man zu der Erkenntnis gelangen, dass man die Islamverbände wider besseres Wissen hat gewähren lassen. Der von Ex-Bundespräsident Christian Wulff geprägte Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ hat mit Toleranz nichts zu tun, sondern zeugt von grenzenloser Unwissenheit.

Bis zum Sommer 2015 lebten ca. 4 Millionen muslimische, meist türkisch-stämmige Bürger in Deutschland, seit dem von Angela Merkel zu verantwortenden Flüchtlingsstrom vor 2 Jahren sind es rund 1 Million Muslime mehr. 

Und alle sollen integriert werden?! 

Rund 1,5 Millionen Türken in Deutschland sind in ihrer Heimat wahlberechtigt, und die Anhänger des Despoten Recep Tayyip Erdoğan sind nicht loyal zu dem Land, das ihnen Bildung, Sicherheit und ein geregeltes Einkommen bietet. Die doppelte Staatsangehörigkeit bringt das Integrationsbemühen zum Scheitern. In der neuen Heimat Deutschland wählen die Muslime die Partei, die ihnen den Bau von Moscheen, das Kopftuchtragen u.v.m. zubilligt; in der Türkei wählt man AKP, weil diese den Islam als Alleinkultur durchsetzen will. Im Wahlkampf 2009 war Integration noch kein Thema. Dann wachte die politische Führung auf und begann unter Angela Merkel konzeptionslos zu agieren. Aus „Multikulti“ wurden  plötzlich „Diversität“ und „Partizipation“, „Teilhabe am Haben und Sagen“.

Migration-Lobbyisten

In der dritten Regierungszeit der Bundeskanzlerin wurde im Jahr 2013 mit Aydan Özuguz als verantwortlicher Staatsministerin „Teilhabe“ zum Programm. Zunehmend fordern seither die Migration-Lobbyisten einen Anteil an der Macht. Im Februar 2017 hat Aydan Özuguz das Papier „Miteinander in Vielfalt“ der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung vorgestellt. Darin hat sie ihr Leitbild für eine Einwanderungsgesellschaft entworfen. Die deutsche Gesellschaft wird über die Bedürfnisse der Minderheiten der Zugewanderten definiert. Das ist Merkels Integrations-Magie – ein Betrug an der deutschen Bevölkerung.

Deutschland ist augenscheinlich gespalten. 

Das Verhältnis mit dem türkischen Regierungschef ist zerrüttet. Die Bundeskanzlerin hatte Erdoğan Milliardenbeträge angeboten, damit er den Flüchtlingsstrom nach Deutschland aufhält. Ein ganz mieses Geschäft. Mit spektakulären Veranstaltungen wie Islamkonferenz und Integrationsgipfel muss Schluss sein. Wir müssen uns den Notleidenden Menschen zuwenden, ganz gleich welcher Herkunft und Religionszugehörigkeit. Zwei Drittel der in Deutschland lebenden Türken haben sich für Erdoğan entschieden, Nein gesagt zu Demokratie und Integration. 12 Jahre währte das Märchen von der Integration. Falsche Versprechen können nicht der Inhalt eines demokratisch regierten Landes sein, oder befinden wir uns bereits in einer Merkelschen Verwaltungsdiktatur?

Bilder:@Digital Media Agent - SuperSerp

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