Judenhass & Islamisierung. 
Die Bundesregierung zeigt ihre Unfähigkeit

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Offener Brief an Herrn Dr. jur. Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident der Bunderepublik Deutschland, Schloss Bellevue, Berlin

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,                                                              

täglich wird dem Bürger deutlich vor Augen geführt, in welche Abgründe die Politiker unser Land geführt haben. Die Bundeskanzlerin ist nur auf ihren Machterhalt bedacht – von einem sinnvollen Regieren kann nicht die Rede sein. Weltweit wachsen die Anschläge von Terror und Gewalt, die Hintergründe kommen kaum ans Licht. 

Der promovierte Politikwissenschaftler und Bestsellerautor Erich Follath war viele Jahre lang diplomatischer Korrespondent für den SPIEGEL im Nahen Osten, in Indien und Ostasien. In seinem Bestseller Jenseits aller Grenzen“ (DVA München, Februar 2016) schreibt er unter anderem über die islamische Terrorzentrale Saudi-Arabien. Er liefert in seinem 4. Kapitel „Mekka – Göttlich auf den Seiten 144 - 145 Fakten und Hintergründe, die uns hellhörig machen müssten. Hier wird eine fragwürdige deutsche Außenpolitik entlarvt, die jeden Bürger zum Protest veranlassen müsste.

Die wichtigsten Textpassagen:

„Nach den furchtbaren Anschlägen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington wurde rasch bekannt, dass fünfzehn der neunzehn Attentäter Staatsbürger Saudi-Arabiens waren. Gefundene Pässe und schnell recherchierte Lebensgeschichten belegten diese Tatsache. Das hinderte die höchsten saudiarabischen Stellen einschließlich des Innenministeriums in Riad jedoch nicht daran, ihre Landsleute zu verleugnen und von einer „zionistischen Verschwörung“ zu fabulieren.

Fest steht: Die Regierung in Riad hat bis heute sehr eigenwillige Vorstellungen von Pressefreiheit. Die Enthüllungsplattform WikiLeaks veröffentlichte im Frühjahr 2015 abgefangene Dokumente aus dem saudiarabischen Außenministerium. Demnach haben die Behörden per Scheckbuch versucht, sich in aller Welt Einfluss zu beschaffen – auch über die Medien. Der Irankritische Fernsehsender MTV-Libanon erhielt „Zuschüsse“ in Höhe von 20 Millionen US-Dollar, auch in Australien und Kanada floss Geld für eine freundliche Berichterstattung über das Königshaus.

Einen besonderen Schwerpunkt der PR-Initiative sollte Deutschland bilden. Wie viel würde es kosten, einen deutschen Journalisten als Auftragsschreiber zu kaufen, fragte das Außenministerium Ende 2011 in Riad beim Botschafter in der Bundesrepublik an, reichten die veranschlagten 7.500,-- € im Monat?

Auch deutsche Schriftsteller sollten in die Kampagne einbezogen werden. Der als oberster Scheckbuch-Diplomat fungierende Außenminister plante laut einer mit „Streng geheim“ gestempelten Depesche „alle sechs Monate ein positives Buch“ drucken zu lassen, freilich ohne Hinweis darauf, dass es sich um eine Auftragsarbeit handelte. Botschafter S. E. Prof. Dr. med. Ossama bin Abdul Majed Shobokshi war nach den WikiLeaks-Auswertungen der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG aktiv in das manipulative Geschehen eingebunden – oder zumindest in seine Planung, denn bis heute ist unklar, ob und an wen gezahlt wurde..."

Zu jener Zeit war der im März 2016 verstorbene  Dr. jur. Guido Westerwelle Außenminister der Bundesrepublik Deutschland. 

Sie, sehr geehrter Herr Bundespräsident, waren Westerwelles Nachfolge im Amt. Bei Ihren Besuchen in Saudi Arabien haben Sie keine notwendigen kritischen Bemerkungen von sich gegeben. Das hat nichts mit Diplomatie zu tun, sondern mit einem massiven Versagen. Wenn die obigen Buchpassagen der Wahrheit entsprechen, dann betreibt unsere Regierung ein ganz mieses Spiel und macht sich zum Erfüllungsgehilfen von einem islamischen Staat, der laut Buchautor Erich Follath als Terror-Zentrale zu betrachten ist. Von der Bundesregierung bezahlte Jubel-Berichte über Saudi-Arabien? Das wäre der Gipfel einer verlogenen Geheimdiplomatie. Zudem wird ja Saudi-Arabien von Deutschland nach wie vor mit Waffen beliefert. Man muss in der Tat Überlegungen anstellen, inwieweit unserer eigenes Land (vertreten durch unsere politische Führung) indirekt an der Entwicklung des kaum noch kontrollierbaren Terrors mitverantwortlich ist.

Das Königreich Saudi Arabien trägt aus Sicht der Vereinten Nationen als Kriegspartei im Jemen einen großen Teil der Verantwortung für die katastrophale humanitäre Situation in dem bitterarmen Nachbarland. 

  • Im Fall von Saudi-Arabien erlaubte der geheim tagende Bundessicherheitsrat (BSR) die Lieferung von Patrouillenbooten der Lürssen-Werft. Insgesamt will Riad 48 der Boote kaufen, diese sollen für den Schutz der Küsten und der saudischen Bohrinseln genutzt werden.
  • Zudem genehmigte die Bundesregierung die Lieferung von 110 militärischen Lastkraftwagen von Rheinmetall. Die Lkw sind nach Darstellung der Regierung ungepanzert und dienen lediglich dem Transport von Militärmaterial. Riad hatte schon lang auf diese Genehmigung gedrängt.

Deutschland beliefert eine der größten Terror-Zentralen der Welt. Und niemand protestiert nachhaltig.

Mit freundlichen Grüßen

Roland R. Ropers,

KULTUR- & SPRACHPHILOSOPH 

Bilder: @depositphotos 

(Orthographie und Interpunktion des Autors wurden beibehalten)

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