Ungerechtfertigt gekündigt - was nun?

Montag, 12. Juni 2017

Als oberstes Prinzip im Fall der ungerechtfertigten Kündigung gilt: Schnell handeln.

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Eine Kündigungsschutzklage www.anwaltarbeitsrecht.com/thema/kuendigungsschutzklage muss spätestens drei Wochen nach Aussprache der Kündigung beim Arbeitsgericht eingebracht werden. Verhandlungen mit dem Arbeitgeber können parallel außergerichtlich geführt werden. Eine unverzügliche Meldung bei der Agentur für Arbeit ist unerlässlich um die Ansprüche auf Arbeitslosengeld zu wahren. Informieren Sie sich genau, zum Beispiel auf www.anwaltarbeitsrecht.com . Wenden Sie sich aber in jedem Fall an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.   

Ist die Kündigung ungerechtfertigt?

Eine Kündigung seitens des Arbeitgebers kann aus betrieblichen, personenbedingten oder verhaltensbedingten Gründen erfolgen. Bei der Angabe von betrieblichen Gründen muss es unmöglich sein, den Mitarbeiter weiter zu beschäftigen, z. B. wegen Insolvenz. Wird das Dienstverhältnis personenbedingt beendet, ist der Arbeitnehmer nicht mehr in der Lage seine Arbeitsleistung zu erbringen, zum Beispiel durch eine Krankheit. Verhaltensbedingte Gründe liegen dann vor, wenn der Mitarbeiter seine Pflicht verletzt. Zum Beispiele unentschuldigt fehlt oder trotz Verbot das Internet privat nutzt. Die Kündigung ist ungerechtfertigt, wenn keiner der oben genannten Gründe vorliegt. Nehmen Sie in diesem Fall die Kündigung keinesfalls an. Es drohen Kürzungen beim Arbeitslosengeld.  

Welche Maßnahmen sind bei ungerechtfertigter Kündigung sinnvoll?

Ein Gespräch mit dem Arbeitgeber, eventuell gemeinsam mit einem professionellen Mediator, ist ratsam. Im Idealfall finden die Gesprächspartner eine konstruktive Lösung. Gibt es im Unternehmen einen Betriebsrat, sollte dieser ebenfalls informiert werden. Sie sollten sich auf alle Fälle von einem Rechtsanwalt beraten lassen. Bei Verdacht auf eine ungerechtfertigte Kündigung, können Sie eine Kündigungsschutzklage einbringen. Das Arbeitsgericht prüft dann, ob die Kündigung gerechtfertigt ist oder nicht.

Quelle: anwaltarbeitsrecht.com

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